Die fünfte Jahreszeit erreichte 2026 in Deutschland Mitte Februar ihren Höhepunkt. Weiberfastnacht fiel auf Donnerstag, den 12. Februar, Rosenmontag auf den 16. Februar und Aschermittwoch auf den 18. Februar. Zwischen diesen Tagen lagen die großen Straßenumzüge, Sitzungen, Kostümfeste und regionalen Bräuche, die sich je nach Stadt deutlich unterscheiden, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Wer Karneval in Deutschland sagt, meint deshalb nicht überall dasselbe: In Köln heißt es Fastelovend, in Düsseldorf Karneval, in Mainz Fastnacht und in vielen Teilen Bayerns Fasching.
Für die zeitliche Einordnung hilft auch der Kalender der Feiertage in Deutschland 2026. Der eigentliche Karneval ist zwar kein gesetzlicher Feiertagsblock, beeinflusst in den Hochburgen aber Verkehr, Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Arbeitsabläufe erheblich.

Karneval 2026 in Deutschland auf einen Blick
Die wichtigsten Tage der Session lagen 2026 dicht beieinander. Der Straßenkarneval begann in den rheinischen Hochburgen mit Weiberfastnacht und steigerte sich bis zum Rosenmontag.
| Termin | Wochentag | Bedeutung |
|---|---|---|
| 11. Februar 2026 | Mittwoch | letzter Tag vor den großen Straßentagen |
| 12. Februar 2026 | Donnerstag | Weiberfastnacht / Altweiber |
| 13. Februar 2026 | Freitag | Karnevalsfreitag |
| 14. Februar 2026 | Samstag | Karnevalssamstag |
| 15. Februar 2026 | Sonntag | Karnevalssonntag / Tulpensonntag |
| 16. Februar 2026 | Montag | Rosenmontag |
| 17. Februar 2026 | Dienstag | Veilchendienstag / Faschingsdienstag |
| 18. Februar 2026 | Mittwoch | Aschermittwoch |
Der Rosenmontag 2026 war damit der zentrale Tag der deutschen Karnevalssaison. In Köln, Düsseldorf, Mainz und Aachen zogen große Umzüge durch die Innenstädte, während auch kleinere Orte eigene Wagen- und Fußgruppen auf die Straßen brachten.
Ein Blick auf die Reiseplanung lohnt sich ebenfalls. Wer mehrere Veranstaltungen verbinden wollte, musste Unterkünfte, Bahnverbindungen und lokale Sperrungen berücksichtigen. Der allgemeine Veranstaltungskalender für Deutschland 2026 zeigt, wie dicht der bundesweite Eventkalender inzwischen ist.
„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ gehört zu den bekanntesten Sätzen der deutschen Karnevalskultur. 2026 fiel dieser Einschnitt auf Mittwoch, den 18. Februar.
Köln bleibt das Zentrum des rheinischen Straßenkarnevals
Köln verbindet Karneval besonders eng mit dem Alltag der Stadt. Die Session 2025/26 stand unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“. Am 12. Februar wurde der Straßenkarneval auf dem Alter Markt eröffnet, bevor Sternmarsch, Funkenbiwak, Schull- und Veedelszöch und schließlich der Rosenmontagszug folgten.
Der große Kölner Rosenmontagszug startete am 16. Februar um 10 Uhr am Chlodwigplatz. Die Strecke führte durch die Innenstadt bis zur Gregorius-Maurus-Straße. Nach Angaben des Festkomitees beteiligten sich 11.500 Menschen in 74 Gruppen, darunter Fußgruppen, Wagen, Musiker und Helfer. 21 Persiflagewagen griffen regionale, nationale und internationale Themen auf.
In Köln ist der Rosenmontagszug nicht nur eine Parade, sondern ein mehrere Kilometer langes Stadtgeschehen mit eigenen Regeln, Traditionen und Treffpunkten.
Auch abseits des großen Zugs blieb die Auswahl enorm. Bereits an Weiberfastnacht fanden in verschiedenen Veedeln Umzüge und Veranstaltungen statt. Am Veilchendienstag folgten weitere Stadtteilzüge, darunter in Nippes, Ehrenfeld, Mülheim, Deutz und Porz.
Für Besucher kann gerade dieser dezentrale Charakter interessant sein. Wer nicht mitten in der dicht gedrängten Innenstadt stehen möchte, findet in den Veedeln kleinere Veranstaltungen mit stark lokalem Charakter.
Was den Kölner Karneval besonders macht
Köln setzt stark auf den Straßenkarneval und die Einbindung der Stadtviertel. Neben dem Rosenmontagszug gehören die Schull- und Veedelszöch zu den bekannten Terminen. Dazu kommen Sitzungen, Konzerte, Kneipenkarneval und Veranstaltungen der zahlreichen Karnevalsgesellschaften.
Der Unterschied zwischen einer großen Tribüne am Rosenmontagszug und einem kleinen Veedelszoch kann dabei erheblich sein. Das Spektrum reicht von professionell organisierten Großveranstaltungen bis zum fast familiären Umzug durch ein einzelnes Viertel.
„ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ lautete das Sessionsmotto 2026 und spiegelte den stark lokal geprägten Charakter des Kölner Karnevals wider.
Düsseldorf setzt auf Altweiber und Rosenmontag
Düsseldorf gehört ebenfalls zu den großen Karnevalshochburgen in Deutschland. Die Session 2025/26 stand unter dem Motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“. Der Höhepunkt begann an Altweiber am 12. Februar mit dem traditionellen Sturm auf das Rathaus.
Am 14. Februar folgte der Kinder- und Jugendumzug. Einen Tag später stand das Kö-Treiben auf dem Programm. Der große Rosenmontagszug zog am 16. Februar durch das Zentrum.
Der Düsseldorfer Zug war 2026 mit 124 Wagen, 116 Fußgruppen, 21 Musikkapellen und sechs Musikwagen besetzt. Rund 11.000 Jecke beteiligten sich nach Angaben der Stadt.
Ein praktisches Detail war das zeitweise Glasverbot in der Altstadt. Es galt an Altweiber, Karnevalssonntag und Rosenmontag in einem festgelegten Bereich. Die Stadt begründete die Regelung mit dem Ziel, Verletzungen durch Glasscherben zu vermeiden.
- Altweiber: 12. Februar 2026
- Kinder- und Jugendumzug: 14. Februar 2026
- Kö-Treiben: 15. Februar 2026
- Rosenmontagszug: 16. Februar 2026
- Glasverbot: in festgelegten Bereichen an mehreren Haupttagen
Für die Anreise nach Düsseldorf waren 2026 Busse und Bahnen besonders relevant, weil Straßensperrungen und Umzugsstrecken den Autoverkehr im Zentrum erheblich beeinflussten.
Mainz feiert Fastnacht mit eigener Tradition
Mainz gehört zu den wichtigsten Fastnachtshochburgen Deutschlands, verwendet aber bewusst den Begriff „Fastnacht“. Die Mainzer Tradition unterscheidet sich in Sprache, Musik, Sitzungswesen und Umzugsformen teilweise deutlich vom Kölner oder Düsseldorfer Karneval.
Die Weiberfastnacht wurde am 12. Februar am Fastnachtsbrunnen eröffnet. Am Samstag, 14. Februar, folgte der Kinder- und Jugendmaskenzug. Am Sonntag präsentierten Garden ihre Formationen und die Motivwagen, bevor am Montag der große Rosenmontagszug durch die Innenstadt zog.
Der Rosenmontag besitzt in Mainz eine besondere politische und gesellschaftliche Dimension. Motivwagen und Schwellköpp gehören zum typischen Erscheinungsbild. Der Dienstag brachte mit der Kappenfahrt einen weiteren traditionellen Höhepunkt, bevor die Fastnacht am Aschermittwoch beendet wurde.
Mainz ist deshalb nicht einfach eine kleinere Variante des Kölner Karnevals, sondern besitzt eine eigenständige Fastnachtskultur mit jahrzehntelang gewachsenen Vereinen und Ritualen.
Die wichtigsten Mainzer Termine 2026:
| Datum | Veranstaltung |
|---|---|
| 12. Februar | Eröffnung der Weiberfastnacht |
| 14. Februar | Kinder- und Jugendmaskenzug |
| 15. Februar | Parade der Garden und Motivwagen |
| 16. Februar | Rosenmontagszug |
| 17. Februar | Kappenfahrt und weitere Stadtteilzüge |
| 18. Februar | Aschermittwoch |
Die Stadt Mainz bezeichnet den Rosenmontag als Höhepunkt der Kampagne. Auch die zahlreichen Stadtteilumzüge gehören zum festen Bestandteil der Fastnacht.
Aachen und Braunschweig zeigen eine andere Seite des Karnevals
Aachen zählt ebenfalls zu den großen Zentren des rheinischen Karnevals. Die Stadt bezeichnet sich selbst als Hochburg und verbindet die eigene Tradition mit dem Begriff „Öcher Fastelovvend“. Besonders charakteristisch ist die starke Einbindung von Vereinen und lokalen Figuren.

2026 fand der Kinderkostümzug am Tulpensonntag, dem 15. Februar, statt. Der Rosenmontagszug folgte am 16. Februar. Der große Zug führte über eine etwa fünf Kilometer lange Strecke durch die Aachener Innenstadt.
„Oche Alaaf“ gehört in Aachen ebenso zur lokalen Identität wie der Rosenmontag in Köln oder das „Helau“ in Düsseldorf.
Noch weiter nördlich liegt mit Braunschweig eine Karnevalshochburg, die außerhalb des Rheinlandes häufig unterschätzt wird. Die Stadt bezeichnet den „Schoduvel“ als größten Karnevalsumzug Norddeutschlands. 2026 fand er am Sonntag, 15. Februar, statt und startete um 12:40 Uhr am Europaplatz.
Der Termin zeigt zugleich einen wichtigen Unterschied zur rheinischen Tradition: In Braunschweig liegt der große Umzug nicht am Rosenmontag, sondern am Sonntag davor.
München steht für Fasching statt rheinischen Karneval
In Bayern ist die Bezeichnung Fasching wesentlich geläufiger. München besitzt eine eigene Tradition, die sich von den rheinischen Straßenfesten unterscheidet. Das Zentrum des Münchner Faschings lag 2026 unter anderem rund um den Viktualienmarkt und die Innenstadt.
Der Höhepunkt war am Faschingsdienstag der Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Daneben gab es den Straßenfasching „München Narrisch“ zwischen Faschingssonntag und Faschingsdienstag mit Bühnen, Musik und Gardetanz.
Besonders typisch für München ist die Verbindung aus Straßenveranstaltungen und Wirtshausfasching. Viele Veranstaltungen finden in Gaststätten, Sälen und Innenstadtlokalen statt. Damit unterscheidet sich das Münchner Modell deutlich vom großen rheinischen Rosenmontagszug.
Die Faschingssaison 2026 endete auch hier am Aschermittwoch, dem 18. Februar. Bereits zuvor hatten zahlreiche Faschingsgesellschaften, darunter die Narrhalla, das Stadtgeschehen geprägt.
Karneval, Fasching und Fastnacht sind regional verschieden
Die Begriffe werden im Alltag häufig synonym verwendet, historisch und regional gibt es aber Unterschiede. „Karneval“ dominiert vor allem im Rheinland, „Fastnacht“ ist unter anderem in Mainz und Teilen Südwestdeutschlands üblich, während „Fasching“ besonders in Bayern und Österreich verbreitet ist.
Auch die Grußformeln unterscheiden sich:
| Region | Typischer Begriff | Gruß |
|---|---|---|
| Köln | Karneval / Fastelovend | Alaaf |
| Düsseldorf | Karneval | Helau |
| Mainz | Fastnacht | Helau |
| Aachen | Fastelovvend | Oche Alaaf |
| München | Fasching | je nach Veranstaltung unterschiedlich |
| Braunschweig | Karneval / Schoduvel | Brunswiek Helau |
Diese Unterschiede sind nicht bloß sprachliche Details. Sie zeigen, dass die fünfte Jahreszeit in Deutschland aus vielen regionalen Traditionen besteht.
Wer beispielsweise einen Rosenmontagszug in Köln besucht, erlebt eine andere Veranstaltungskultur als beim Faschingsdienstag in München. In Köln steht der große Straßenumzug im Mittelpunkt, während München den Faschingsabschluss stärker mit Innenstadtveranstaltungen und dem Tanz der Marktweiber verbindet.
Was Besucher 2026 bei großen Umzügen beachten mussten
Große Karnevalsveranstaltungen verändern eine Stadt für mehrere Stunden. Straßen werden gesperrt, Buslinien umgeleitet, Parkplätze knapp und Innenstädte deutlich voller. Wer mit dem Auto anreist, muss deshalb mit Einschränkungen rechnen.
Düsseldorf empfahl für die tollen Tage ausdrücklich die Nutzung von Bussen und Bahnen. Auch Köln hatte umfangreiche Sperrungen entlang der Zugstrecke.
Für einen Besuch an einem der großen Tage haben sich einige einfache Planungsregeln bewährt:
- Unterkunft möglichst früh buchen.
- Anreise mit Bahn oder öffentlichem Nahverkehr prüfen.
- Zugstrecke und Sperrungen vor der Abfahrt kontrollieren.
- Treffpunkte außerhalb der dichtesten Bereiche vereinbaren.
- Bei Veranstaltungen mit Tickets die Einlasszeiten beachten.
- Wettergerechte Kleidung und wasserdichte Aufbewahrung für persönliche Gegenstände einplanen.
Bei einem mehrstündigen Straßenumzug entscheidet oft nicht das Programm, sondern die Anreise darüber, wie entspannt der Tag verläuft.
Auch für Unternehmen können die Karnevalstage relevant sein. In den Hochburgen ändern Behörden, Geschäfte und Dienstleister teilweise ihre Öffnungszeiten. Wer Lieferungen, Handwerkertermine oder andere Arbeiten plant, sollte regionale Besonderheiten berücksichtigen. Für die allgemeine Urlaubsplanung bietet der Überblick zu freien Tagen 2026 zusätzliche Orientierung.
Warum der Rosenmontag 2026 besonders wichtig war
Der Rosenmontag fiel 2026 auf den 16. Februar und lag damit in einer für große Umzüge günstigen Kalenderwoche. In Köln, Düsseldorf und Aachen konzentrierten sich an diesem Montag zentrale Veranstaltungen, während Mainz ebenfalls seinen großen Rosenmontagszug veranstaltete.
Gleichzeitig zeigt der Blick auf Braunschweig und München, dass der wichtigste Termin regional nicht immer derselbe ist. Braunschweig feierte den Schoduvel bereits am Sonntag, München setzte den Höhepunkt auf den Faschingsdienstag.
Ein bundesweiter „Karnevalstag“ existiert nicht. Die fünfte Jahreszeit folgt einem gemeinsamen Kalender, wird aber von Stadt zu Stadt unterschiedlich inszeniert.
Für Familien können Kinder- und Jugendzüge interessanter sein als die größten Umzüge. Aachen setzte 2026 beispielsweise auf einen eigenen Kinderkostümzug am Tulpensonntag. In Köln gab es ebenfalls zahlreiche Veedelszüge mit unterschiedlichen Größen und Startzeiten.
FAQ zu Karneval und Fasching 2026
Wann war Weiberfastnacht 2026?
Weiberfastnacht fiel auf Donnerstag, den 12. Februar 2026. In Köln begann an diesem Tag der Straßenkarneval auf dem Alter Markt. Düsseldorf feierte Altweiber unter anderem mit dem traditionellen Sturm auf das Rathaus.
Wann war Rosenmontag 2026?
Rosenmontag war Montag, der 16. Februar 2026. An diesem Tag fanden unter anderem die großen Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf, Mainz und Aachen statt.
Wann war Aschermittwoch 2026?
Aschermittwoch fiel auf den 18. Februar 2026. Mit diesem Tag endete die eigentliche Karnevals- und Faschingszeit. In Mainz wird die Fastnacht traditionell am Aschermittwoch verabschiedet.
Wo sind die größten Karnevalshochburgen in Deutschland?
Zu den bekanntesten Zentren gehören Köln, Düsseldorf, Mainz und Aachen. Außerhalb des Rheinlands sind unter anderem München mit seinem Fasching und Braunschweig mit dem Schoduvel bedeutende Veranstaltungsorte. Bonn verfügt ebenfalls über eine große Karnevalstradition mit zahlreichen Sitzungen, Veedelszügen und einem großen Rosenmontagszug.
Was ist der Unterschied zwischen Karneval und Fasching?
Die Begriffe beschreiben im Alltag dieselbe fünfte Jahreszeit, werden aber regional unterschiedlich verwendet. Im Rheinland ist „Karneval“ üblich, Mainz spricht stark von „Fastnacht“, während in Bayern „Fasching“ verbreitet ist. Die regionalen Bräuche unterscheiden sich dabei teilweise deutlich.
Wann beginnt die nächste Karnevalssession?
Die nächste Session beginnt traditionell am 11. November 2026. Die konkreten Höhepunkte der Session 2026/27 liegen anschließend wieder in den Wochen vor Aschermittwoch. In Köln wurde das neue Sessionsmotto 2027 bereits am Rosenmontag 2026 bekannt gegeben.
