Die Saison der Weihnachtsmärkte in Deutschland 2026 beginnt bei einigen großen Märkten bereits am 16. November. Köln gehört zu den frühen Startern, München, Aachen und Rothenburg folgen am 20. November. Nürnberg öffnet dagegen erst am 27. November, bleibt dafür wie Dresden und München bis Heiligabend geöffnet, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Für einen Adventsausflug zählt deshalb nicht nur der Ruf eines Marktes. Laufzeit, Wochentag, Öffnungszeiten, Lage zwischen Bahnhof und Altstadt sowie Angebote für Kinder verändern das Erlebnis erheblich. Gerade bei beliebten Zielen lohnt sich eine Planung nach konkreten Zeitfenstern statt nach dem Prinzip „irgendwann im Dezember“.
2026 fällt der erste Advent auf den 29. November. Mehrere große Weihnachtsmärkte öffnen damit bereits eine gute Woche vor dem ersten Adventswochenende.

Weihnachtsmarkt Termine 2026 im schnellen Überblick
Wer nach Weihnachtsmarkt Terminen 2026 sucht, stößt häufig auf Angaben aus vergangenen Jahren. Für die folgende Auswahl werden nur Termine verwendet, die für 2026 bereits von Veranstaltern, Städten oder offiziellen Tourismusorganisationen veröffentlicht wurden. Bei Köln und Rothenburg gibt es zudem eine Besonderheit am Totensonntag, dem 22. November.
| Platz | Weihnachtsmarkt | Termin 2026 | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 1 | Nürnberg, Christkindlesmarkt | 27.11.–24.12.2026 | Traditioneller Markt auf dem Hauptmarkt |
| 2 | Dresden, Striezelmarkt | 25.11.–24.12.2026 | Historischer Markt auf dem Altmarkt |
| 3 | Köln, Weihnachtsmarkt am Dom | 16.11.–23.12.2026 | Roncalliplatz direkt vor dem Dom |
| 4 | München, Christkindlmarkt | 20.11.–24.12.2026 | Marienplatz und Rindermarkt |
| 5 | Rothenburg ob der Tauber, Reiterlesmarkt | 20.11.–23.12.2026 | Mittelalterliche Altstadtkulisse |
| 6 | Stuttgart, Weihnachtsmarkt | 25.11.–23.12.2026 | Aufwendig dekorierte Budendächer |
| 7 | Leipzig, Weihnachtsmarkt | 24.11.–23.12.2026 | Mehrere Marktbereiche in der Innenstadt |
| 8 | Frankfurt am Main, Weihnachtsmarkt | 23.11.–22.12.2026 | Römerberg, Mainkai und Paulsplatz |
| 9 | Aachen, Weihnachtsmarkt | 20.11.–23.12.2026 | Markt rund um Dom und Rathaus |
| 10 | Lübeck, Weihnachtsmarkt | 23.11.–30.12.2026 | Einer der interessanten Märkte nach Weihnachten |
Die Top-10 ist eine redaktionelle Auswahl und kein amtliches Ranking. Kriterien sind Tradition, Kulisse, gastronomisches und handwerkliches Angebot, überregionale Bekanntheit, Dauer sowie die Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt sinnvoll mit einem Städtetrip zu verbinden. Die bestätigten Termine stammen aus den offiziellen Veranstaltungsinformationen für 2026.
Wer im Dezember mit Kindern unterwegs ist, kann den Marktbesuch mit weiteren Winteraktivitäten verbinden. Für Berlin gibt es beispielsweise einen separaten Überblick zu Weihnachten in Berlin mit Kindern, während für Bayern die Übersicht zu Weihnachten in München mit Kindern zusätzliche Ideen für ein Familienwochenende liefert.
Die Top-10 Weihnachtsmärkte 2026 genauer betrachtet
1. Nürnberg: Christkindlesmarkt als Klassiker
Der Nürnberger Christkindlesmarkt 2026 findet vom 27. November bis 24. Dezember statt. Regulär öffnen die Stände täglich von 10 bis 21 Uhr, an Heiligabend endet der Markt bereits um 14 Uhr. Nürnberg setzt stark auf traditionelle Waren, Lebkuchen, Christbaumschmuck, Krippenartikel und regionales Kunsthandwerk.
Zum Hauptmarkt kommen zusätzliche Angebote wie die Kinderweihnacht und der Markt der Partnerstädte. Gerade dadurch lässt sich Nürnberg gut über mehrere Stunden besuchen, ohne ausschließlich zwischen Essens- und Getränkeständen zu wechseln.
„Städtlein aus Holz und Tuch gemacht“ lautet der traditionelle Beiname des Nürnberger Christkindlesmarktes.
Für einen Tagesausflug ist die Lage in der Altstadt günstig. Wer das Gedränge am frühen Abend vermeiden möchte, kann den Besuch mit einem Vormittag in der Innenstadt verbinden und den Markt zwischen Mittag und spätem Nachmittag einplanen.
2. Dresden: Striezelmarkt und sächsische Weihnachtstradition
Der Dresdner Striezelmarkt 2026 ist vom 25. November bis 24. Dezember geplant. Der Markt auf dem Altmarkt gehört zu den bekanntesten historischen Weihnachtsmärkten des Landes und verbindet Dresdner Christstollen, erzgebirgisches Kunsthandwerk, Holzfiguren und Weihnachtspyramiden mit einem kompakten Innenstadtbesuch.
Dresden eignet sich zugleich für Besucher, die nach dem 24. Dezember noch winterliche Märkte suchen. Neben dem eigentlichen Striezelmarkt gibt es in der Stadt und in Sachsen weitere Angebote mit längeren Laufzeiten. Eine eigene Übersicht zeigt Wintermärkte in Sachsen nach den Feiertagen.
Wer nicht zwingend am Adventssamstag fahren muss, bekommt Dresden an einem Dienstag oder Mittwoch deutlich eher als Stadt und nicht nur als Menschenstrom zwischen Buden zu sehen.
3. Köln: besonders früher Start am Dom
Der Weihnachtsmarkt Köln 2026 auf dem Roncalliplatz soll bereits am 16. November öffnen und bis 23. Dezember laufen. Sonntags bis mittwochs ist von 11 bis 21 Uhr geöffnet, donnerstags und freitags bis 22 Uhr, samstags bereits ab 10 Uhr bis 22 Uhr. Am Totensonntag, 22. November, bleibt der Markt geschlossen.
Die Position unmittelbar vor dem Kölner Dom macht diesen Markt für Bahnreisende interessant. Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Schritte. Gleichzeitig bedeutet diese Lage einen hohen Besucherandrang, besonders freitags und samstags am frühen Abend.
„Markt der Herzen“ ist die Bezeichnung, unter der der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom auftritt.
Köln eignet sich außerdem für eine kleine Weihnachtsmarkt-Tour, weil in der Innenstadt mehrere Märkte mit unterschiedlichen Konzepten liegen. Für einen Aufenthalt von zwei Tagen ist das interessanter als ein einzelner, räumlich isolierter Markt.
4. München: 2026 beginnt der Christkindlmarkt früher
Der Münchner Christkindlmarkt rund um Marienplatz und Rindermarkt läuft 2026 vom 20. November bis 24. Dezember. Die Stadt hat den Start damit gegenüber der bisherigen Praxis nach vorne verlegt. Regulär ist montags bis samstags von 10 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet; für den 24. Dezember gelten verkürzte Zeiten.
München punktet weniger mit einem einzigen abgeschlossenen Markt als mit der Kombination aus zentralem Christkindlmarkt und weiteren Adventsangeboten in der Stadt. Wer über Nacht bleibt, kann deshalb unterschiedliche Viertel einbeziehen.
5. Rothenburg ob der Tauber: kleiner, aber besonders dicht
Der Reiterlesmarkt öffnet vom 20. November bis 23. Dezember 2026. Am Totensonntag, 22. November, bleibt er geschlossen. Sonntags bis donnerstags sind die Buden von 11 bis 19 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 20 Uhr. Der Markt umfasst nach Angaben der Stadt 61 Buden und verteilt sich unter anderem auf Marktplatz, Grünen Markt und Kirchplatz.
Rothenburg ist damit deutlich kleiner als Köln, Nürnberg oder Stuttgart. Der Reiz liegt in der geschlossenen historischen Altstadt, in kurzen Wegen und der Verbindung mit Stadtmauer, Rathaus und den mittelalterlichen Gassen.
Reisetipp: Rothenburg eignet sich besonders für Besucher, denen eine kompakte Altstadt wichtiger ist als möglichst viele hundert Verkaufsstände.
6 bis 10: Stuttgart, Leipzig, Frankfurt, Aachen und Lübeck
Stuttgart öffnet seinen Weihnachtsmarkt vom 25. November bis 23. Dezember. Auffällig sind vor allem die dekorierten Dächer der Verkaufsstände sowie die Verteilung in der Innenstadt rund um Marktplatz, Schillerplatz und Schlossplatz.
Leipzig folgt vom 24. November bis 23. Dezember. Der Weihnachtsmarkt verteilt sich auf sieben Marktbereiche in der Innenstadt. Laut offizieller Planung beginnt der Eröffnungstag am 24. November bereits um 14 Uhr, die feierliche Eröffnung auf dem Marktplatz ist für 17 Uhr vorgesehen.
Frankfurt startet am 23. November und endet bereits am 22. Dezember. Der Markt zieht sich vom Römerberg unter anderem über Paulsplatz, Mainkai und weitere zentrale Plätze. Montags bis samstags gilt regulär 10 bis 21 Uhr, sonntags 11 bis 21 Uhr.
Aachen läuft vom 20. November bis 23. Dezember. Normalerweise ist von 11 bis 21 Uhr geöffnet, für einzelne Tage gibt es Abweichungen. Am Totensonntag beginnt der Markt beispielsweise erst um 18 Uhr.
Lübeck hebt sich durch seine längere Laufzeit ab. Der klassische Lübecker Weihnachtsmarkt ist vom 23. November bis 30. Dezember angekündigt, während einzelne historische und kunsthandwerkliche Teilmärkte früher schließen. Dadurch gehört Lübeck zu den interessantesten Zielen für die Tage zwischen Weihnachten und Silvester.
Welcher Weihnachtsmarkt passt zu welchem Besuch?
Die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands müssen nicht für jeden Reisenden dieselben sein. Ein Markt mit mehreren hundert Ständen kann für einen Wochenendtrip ideal sein, während Familien mit kleinen Kindern eher kurze Wege, frühe Öffnungszeiten und zusätzliche Aktivitäten benötigen.

Für die Auswahl helfen vier einfache Profile:
- Für Tradition und bekannte Namen: Nürnberg und Dresden.
- Für eine große Auswahl in einer Metropole: Köln, München und Stuttgart.
- Für historische Altstadtatmosphäre: Rothenburg, Lübeck und Aachen.
- Für mehrere Marktbereiche zu Fuß: Leipzig und Frankfurt.
- Für einen Besuch nach Weihnachten: vor allem Lübeck sowie ausgewählte Wintermärkte in Sachsen.
Familien sollten nicht automatisch den größten Markt wählen. Ein zentraler Markt mit Bahnhofsnähe, Toiletten, kurzen Wegen und einem Kinderprogramm kann praktischer sein als ein weitläufiges Gelände. Wer Norddeutschland als Ziel hat, findet ergänzende Ideen im Beitrag über Weihnachten in Hamburg für Familien.
Weihnachtsmärkte 2026 ohne unnötigen Stress planen
Bei den großen Weihnachtsmärkten 2026 in Deutschland entscheidet die Uhrzeit oft stärker über das Erlebnis als die Wahl des Marktes selbst. Zwischen 17 und 20 Uhr treffen nach Feierabend Einheimische, Tagesgäste und Wochenendtouristen aufeinander. Samstage im Dezember sind deshalb für einen ruhigen Bummel die ungünstigste Kombination.
Eine praktikable Planung sieht so aus:
- Zuerst den bestätigten Markttermin prüfen.
- Bei Reisen im November auf Totensonntag und Sonderöffnungen achten.
- Für bekannte Märkte möglichst Dienstag bis Donnerstag wählen.
- Mit Kindern eher am frühen Nachmittag beginnen.
- Bei einer Übernachtung den Markt nicht zum einzigen Programmpunkt machen.
- Für Dezemberwochenenden Bahn und Hotel möglichst früh reservieren.
Wer nur für einen Tag anreist, sollte einen Markt wählen, der vom Hauptbahnhof oder einer zentralen ÖPNV-Haltestelle gut erreichbar ist. Köln, Nürnberg, Leipzig und Frankfurt sind dafür vergleichsweise praktisch, weil Weihnachtsmarkt und zentrale Sehenswürdigkeiten räumlich nah beieinanderliegen.
Ein guter Weihnachtsmarkt-Tag braucht keine zehn Stunden Programm: zwei bis vier Stunden auf dem Markt, ein warmes Essen abseits der Hauptstände und ein weiterer Stadtpunkt ergeben meist die angenehmere Mischung.
Was kostet ein Weihnachtsmarktbesuch 2026?
Ein pauschaler Preis lässt sich nicht seriös festlegen. Die großen klassischen Märkte selbst sind überwiegend frei zugänglich, einzelne Sondermärkte, Veranstaltungen, Eisbahnen oder Programmpunkte können jedoch Eintritt kosten. Entscheidend für das Tagesbudget sind vielmehr Anreise, Parken, Getränke, Essen und Einkäufe.
Für zwei Erwachsene können bereits mehrere Getränke, zwei warme Mahlzeiten und kleinere Snacks einen spürbaren Betrag ergeben. Bei einer Familie kommen Fahrgeschäfte, Kinderpunsch oder Souvenirs hinzu. Wer gezielt Kunsthandwerk kaufen möchte, sollte dieses Budget getrennt von den gastronomischen Ausgaben betrachten.
Besonders in touristischen Zentren lohnt es sich, nicht automatisch jeden Hunger direkt am Markt zu stillen. Restaurants und Bäckereien ein oder zwei Straßen weiter können eine Alternative sein, außerdem lässt sich dort meist ruhiger sitzen.
Planungstipp: Ein festes Budget für Essen, Getränke und Geschenke verhindert, dass viele kleine Beträge über den Abend unbemerkt zu einer hohen Gesamtsumme werden.
Auch die Anreise gehört zur Rechnung. Innenstadtparkhäuser an Adventssamstagen können voll sein, während Park-and-Ride oder die Bahn den Besuch vereinfachen. Für eine Gruppe kann das Auto trotzdem günstiger sein, solange Parkplatz und mögliche Staus vorher berücksichtigt werden.
Kurz zusammengefasst
Die Saison 2026 beginnt bei den großen Märkten früh: Köln startet bereits am 16. November, München, Aachen und Rothenburg am 20. November. Nürnberg öffnet am 27. November, Dresden am 25. November. Wer erst nach Weihnachten Zeit hat, findet mit Lübeck und verschiedenen Wintermärkten in Sachsen weiterhin Möglichkeiten für einen winterlichen Stadtbesuch.
Für die Reiseentscheidung zählt deshalb mehr als eine Top-10-Platzierung. Nürnberg und Dresden stehen für Tradition, Köln und München für Großstadt und Auswahl, Rothenburg für eine kompakte historische Kulisse. Der beste Termin liegt bei stark besuchten Märkten meist unter der Woche und vor dem abendlichen Besucherhöhepunkt.
