Neun Feiertage gelten 2026 in allen 16 Bundesländern. Ihre Lage im Kalender fällt allerdings sehr unterschiedlich aus. Neujahr liegt auf einem Donnerstag, der 1. Mai auf einem Freitag und Christi Himmelfahrt erneut auf einem Donnerstag. Der Tag der Deutschen Einheit und der zweite Weihnachtsfeiertag fallen dagegen auf einen Samstag, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Bei den regionalen Feiertagen wird der Unterschied noch deutlicher. Heilige Drei Könige am 6. Januar bietet in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt eine attraktive Urlaubskombination, während der Internationale Frauentag, Mariä Himmelfahrt, der Reformationstag, der Weltkindertag und Allerheiligen 2026 teilweise oder vollständig am Wochenende liegen. Für Beschäftigte, Familien und Unternehmen zählt deshalb nicht allein die Anzahl der gesetzlichen Feiertage 2026, sondern vor allem deren Wochentag.

Bundesweite Feiertage 2026 im Kalender
Die neun bundeseinheitlichen Feiertage verteilen sich 2026 vom 1. Januar bis zum 26. Dezember. Vier davon liegen unmittelbar an einem Wochenende, zwei weitere fallen direkt auf Montag. Besonders interessant für die Urlaubsplanung sind die beiden Donnerstage Neujahr und Christi Himmelfahrt.
| Feiertag | Datum 2026 | Wochentag | Potenzial für freie Tage |
|---|---|---|---|
| Neujahr | 1. Januar | Donnerstag | sehr gut, Freitag als Brückentag |
| Karfreitag | 3. April | Freitag | automatisch langes Wochenende |
| Ostermontag | 6. April | Montag | vier freie Tage mit Karfreitag |
| Tag der Arbeit | 1. Mai | Freitag | automatisch drei freie Tage |
| Christi Himmelfahrt | 14. Mai | Donnerstag | sehr gut, Freitag als Brückentag |
| Pfingstmontag | 25. Mai | Montag | automatisch drei freie Tage |
| Tag der Deutschen Einheit | 3. Oktober | Samstag | kein zusätzlicher Werktag frei |
| 1. Weihnachtsfeiertag | 25. Dezember | Freitag | langes Weihnachtswochenende |
| 2. Weihnachtsfeiertag | 26. Dezember | Samstag | fällt auf das Wochenende |
Bei einer klassischen Arbeitswoche von Montag bis Freitag gehören der 2. Januar und der 15. Mai zu den effizientesten einzelnen Urlaubstagen des Jahres.
Der Jahresanfang lässt sich besonders gut planen. Wer am Freitag, 2. Januar, Urlaub erhält, hat vom 1. bis einschließlich 4. Januar vier Tage am Stück frei. Eine ausführlichere Kombination verschiedener Zeiträume zeigt auch die Übersicht zum Urlaub 2026 und zur Planung zusätzlicher freier Tage.
Noch interessanter wird der Januar in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. Dort ist Dienstag, der 6. Januar, Heilige Drei Könige und damit gesetzlicher Feiertag. Mit Urlaub am 2. und 5. Januar entstehen sechs freie Tage vom Neujahrstag bis zum Dreikönigstag. Die regionalen Regeln zum Feiertag Heilige Drei Könige am 6. Januar 2026 sind deshalb gerade für den Jahresbeginn relevant.
Fachlicher Hinweis zur Personalplanung: Ein Brückentag ist selbst kein gesetzlicher Feiertag. Der dazwischenliegende Werktag wird erst durch genehmigten Urlaub, Freizeitausgleich oder eine entsprechende betriebliche Regelung frei.
Feiertage 2026 nach Bundesland
Die Feiertage nach Bundesland unterscheiden sich vor allem bei konfessionellen und regional eingeführten Terminen. Die folgende Tabelle nennt die zusätzlichen Feiertage neben den neun bundesweit geltenden Tagen. Lokale Sonderregelungen sind gesondert ausgewiesen.
| Bundesland | Zusätzliche gesetzliche Feiertage 2026 |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Heilige Drei Könige 6.1., Fronleichnam 4.6., Allerheiligen 1.11. |
| Bayern | Heilige Drei Könige 6.1., Fronleichnam 4.6., Allerheiligen 1.11.; Mariä Himmelfahrt regional, Augsburger Friedensfest nur in Augsburg |
| Berlin | Internationaler Frauentag 8.3. |
| Brandenburg | Reformationstag 31.10.; außerdem Ostersonntag und Pfingstsonntag gesetzlich anerkannt |
| Bremen | Reformationstag 31.10. |
| Hamburg | Reformationstag 31.10. |
| Hessen | Fronleichnam 4.6. |
| Mecklenburg-Vorpommern | Internationaler Frauentag 8.3., Reformationstag 31.10. |
| Niedersachsen | Reformationstag 31.10. |
| Nordrhein-Westfalen | Fronleichnam 4.6., Allerheiligen 1.11. |
| Rheinland-Pfalz | Fronleichnam 4.6., Allerheiligen 1.11. |
| Saarland | Fronleichnam 4.6., Mariä Himmelfahrt 15.8., Allerheiligen 1.11. |
| Sachsen | Reformationstag 31.10., Buß- und Bettag 18.11.; Fronleichnam regional |
| Sachsen-Anhalt | Heilige Drei Könige 6.1., Reformationstag 31.10. |
| Schleswig-Holstein | Reformationstag 31.10. |
| Thüringen | Weltkindertag 20.9., Reformationstag 31.10.; Fronleichnam regional |
Der Kalender zeigt einen ungewöhnlichen Effekt: Mehr regionale Feiertage bedeuten 2026 nicht automatisch mehr zusätzliche freie Werktage. Der Internationale Frauentag am 8. März ist ein Sonntag, Mariä Himmelfahrt am 15. August ein Samstag, der Weltkindertag am 20. September ein Sonntag und der Reformationstag am 31. Oktober ein Samstag. Allerheiligen folgt am Sonntag, 1. November.
Sonderfälle in Bayern, Sachsen und Brandenburg
Bayern braucht bei der Feiertagsplanung einen genaueren Blick auf den Arbeitsort. Mariä Himmelfahrt am 15. August gilt nicht automatisch in jeder bayerischen Gemeinde als gesetzlicher Feiertag, sondern in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung. Das Augsburger Friedensfest am 8. August ist zusätzlich ausschließlich im Stadtgebiet Augsburg gesetzlicher Feiertag. Beide Termine fallen 2026 auf einen Samstag und erzeugen für eine normale Fünf-Tage-Woche keinen zusätzlichen freien Arbeitstag.
In Sachsen ist der Buß- und Bettag am Mittwoch, 18. November, die interessanteste regionale Besonderheit für Brückentage. Fronleichnam gilt dort nur in bestimmten Gebieten. Ähnlich ist die Situation in Thüringen, wo Fronleichnam ebenfalls nicht flächendeckend gilt.
Brandenburg führt Ostersonntag und Pfingstsonntag ausdrücklich als gesetzlich anerkannte Feiertage. Da beide ohnehin auf einen Sonntag fallen, verändert diese Besonderheit die Zahl der freien Werktage bei einer üblichen Montag-bis-Freitag-Woche nicht.
Fachlicher Hinweis für Unternehmen mit mehreren Standorten: Für Personal- und Terminplanung reicht ein deutschlandweiter Kalender nicht aus. Ein regionaler Feiertag kann Büro, Lager oder Dienstleister an einem Standort betreffen, während ein Betrieb wenige Kilometer weiter regulär arbeitet.
Die besten Brückentage 2026
Bei den Brückentagen 2026 stechen Januar, April, Mai und in einigen Bundesländern der Juni hervor. Sachsen erhält zusätzlich im November eine interessante Option. Alle folgenden Berechnungen gehen von einer Fünf-Tage-Woche mit arbeitsfreien Samstagen und Sonntagen aus.
- Neujahr: Ein Urlaubstag am Freitag, 2. Januar, ergibt vier freie Tage vom 1. bis 4. Januar.
- Heilige Drei Könige: In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ergeben Urlaub am 2. und 5. Januar sechs freie Tage vom 1. bis 6. Januar. Wer zusätzlich vom 7. bis 9. Januar Urlaub nimmt, kommt mit fünf Urlaubstagen auf elf freie Tage vom 1. bis 11. Januar.
- Ostern: Karfreitag am 3. April und Ostermontag am 6. April sorgen bereits ohne Urlaub für vier freie Tage. Mit Urlaub vom 7. bis 10. April entstehen zehn freie Tage vom 3. bis 12. April. Wer zusätzlich vom 30. März bis 2. April freinehmen kann, erreicht mit acht Urlaubstagen 16 freie Tage vom 28. März bis 12. April.
- Christi Himmelfahrt: Donnerstag, der 14. Mai, ist bundesweit Feiertag. Ein Urlaubstag am Freitag, 15. Mai, macht daraus vier freie Tage bis Sonntag.
- Pfingsten: Pfingstmontag fällt auf den 25. Mai. Mit vier Urlaubstagen vom 26. bis 29. Mai entstehen neun freie Tage vom 23. bis 31. Mai.
- Fronleichnam: Donnerstag, der 4. Juni, ist unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland Feiertag. Ein Urlaubstag am 5. Juni ergibt vier freie Tage. Hinzu kommen einzelne Gebiete in Sachsen und Thüringen.
- Buß- und Bettag: In Sachsen liegt der Feiertag am Mittwoch, 18. November. Urlaub am Donnerstag und Freitag schafft fünf freie Tage vom Mittwoch bis Sonntag. Mit Urlaub am Montag und Dienstag lässt sich derselbe Effekt in der anderen Richtung erzielen.
Auch Weihnachten bietet eine starke Kombination mit dem Jahreswechsel. Der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf Freitag, 25. Dezember. Werden vom 28. bis 31. Dezember vier Urlaubstage eingesetzt, reicht die zusammenhängende freie Zeit bei einer normalen Fünf-Tage-Woche vom 25. Dezember 2026 bis Sonntag, 3. Januar 2027, weil Neujahr 2027 auf einen Freitag fällt.
| Zeitraum | Urlaubstage | Freie Tage am Stück | Geltungsbereich |
|---|---|---|---|
| 1. bis 4. Januar | 1 | 4 | bundesweit |
| 1. bis 6. Januar | 2 | 6 | BW, Bayern, Sachsen-Anhalt |
| 3. bis 12. April | 4 | 10 | bundesweit |
| 14. bis 17. Mai | 1 | 4 | bundesweit |
| 23. bis 31. Mai | 4 | 9 | bundesweit |
| 4. bis 7. Juni | 1 | 4 | Länder mit Fronleichnam |
| 18. bis 22. November | 2 | 5 | Sachsen |
| 25. Dezember bis 3. Januar | 4 | 10 | bundesweit |
Welche Feiertage 2026 kaum einen Brückenbonus bringen
Mehrere prominente Feiertage liegen 2026 ungünstig. Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist ein Samstag. Dasselbe gilt am 31. Oktober für den Reformationstag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Direkt danach folgt Allerheiligen am Sonntag, 1. November, in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auch Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erhalten durch den Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, keinen zusätzlichen freien Werktag bei einer klassischen Arbeitswoche.
Für lange Wochenenden 2026 ist deshalb die Lage eines Feiertags im Kalender entscheidender als die reine Zahl der regionalen Feiertage.
Auch das Saarland hat mit Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August, einen Feiertag ohne zusätzlichen Werktagseffekt. In Thüringen fällt der Weltkindertag auf Sonntag. Das Augsburger Friedensfest liegt ebenfalls an einem Samstag. Hinzu kommt der zweite Weihnachtsfeiertag am Samstag, 26. Dezember.
Eine allgemeine automatische Verschiebung solcher Feiertage auf den folgenden Montag gibt es in Deutschland nicht. Für die praktische Jahresplanung bleiben diese Termine deshalb arbeitsfrei, soweit sie ohnehin auf das Wochenende fallen, schaffen aber keinen zusätzlichen Montag oder Freitag.
Was Feiertage für Baustellen, Lieferungen und Renovierungen bedeuten
Für Bauprojekte ist der Feiertagskalender mehr als ein Instrument zur Urlaubsplanung. Ein regionaler Feiertag kann Auswirkungen auf Personal, Materialabholung, Handwerksbetriebe und die Erreichbarkeit von Geschäftspartnern haben. Besonders relevant sind Projekte, bei denen Baustelle, Lieferant und ausführender Betrieb in unterschiedlichen Bundesländern sitzen.
Ein Beispiel ist Fronleichnam am 4. Juni. Während der Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Rheinland-Pfalz Feiertag ist, läuft der reguläre Werktag etwa in Niedersachsen oder Berlin weiter. Eine für Donnerstag kalkulierte Übergabe oder Materialbereitstellung kann dadurch auf unterschiedlichen Seiten eines Auftrags verschieden behandelt werden.
Für private Renovierungen kommt die Feiertagsruhe hinzu. Laute Tätigkeiten sollten deshalb nicht einfach nach einem normalen Werktagsplan angesetzt werden. Eine separate Übersicht zu den Regeln für Bohren und Hämmern in Deutschland 2026 behandelt die praktische Planung von Renovierungsarbeiten.
- Liefertermine vor regionalen Feiertagen früh bestätigen
- Arbeitsort und nicht nur Unternehmenssitz im Kalender berücksichtigen
- Materialreserven vor langen Wochenenden einplanen
- Abnahmen und Handwerkertermine nicht auf regionale Feiertage legen
- Öffnungszeiten von Lager, Handel und Abholstation gesondert prüfen
Fachlicher Hinweis für Bauprojekte: Ein Feiertag kann einen Terminplan auch dann verschieben, wenn auf der eigenen Baustelle gearbeitet werden könnte. Fehlt Material, Personal oder eine notwendige Dienstleistung aus einer Feiertagsregion, entsteht die Verzögerung an anderer Stelle der Lieferkette.
Auch im Einzelhandel unterscheiden sich Feiertagsöffnungen von gewöhnlichen Werktagen. Für den Osterzeitraum zeigt der Beitrag zu geöffneten Geschäften in Berlin an Ostern 2026, warum Sonderstandorte und Ausnahmen getrennt von normalen Ladenöffnungszeiten betrachtet werden müssen.
Urlaubstage 2026 sinnvoll verteilen
Wer Urlaubstage optimal nutzen möchte, sollte nicht ausschließlich nach möglichst langen Abwesenheiten suchen. Ein einzelner Urlaubstag mit vier freien Tagen kann für Beschäftigte mit begrenztem Jahresurlaub interessanter sein als eine 16-tägige Osterpause, für die acht Urlaubstage gebunden werden.
Eine effiziente Reihenfolge sieht 2026 häufig so aus:
- Zuerst die Ein-Tages-Brücken am 2. Januar und 15. Mai prüfen.
- Danach regionale Vorteile wie den 6. Januar oder Fronleichnam berücksichtigen.
- Ostern und Pfingsten für längere Urlaubsblöcke einplanen.
- In Sachsen den Buß- und Bettag im November einbeziehen.
- Für Weihnachten vier Urlaubstage zwischen Weihnachten und Neujahr reservieren, falls eine längere Jahresendpause gewünscht ist.
Bei Familien kommt zusätzlich der Schulferienkalender des jeweiligen Bundeslandes ins Spiel. Ferien und Feiertage sind nicht dasselbe und müssen getrennt geprüft werden. Für Betriebe wiederum kann eine gleichzeitige hohe Nachfrage nach dem 2. Januar, dem Freitag nach Christi Himmelfahrt oder dem Freitag nach Fronleichnam bedeuten, dass Urlaubsanträge früh koordiniert werden müssen.
Kurz zusammengefasst
2026 bietet bundesweit zwei klassische Ein-Tages-Brücken nach einem Donnerstag, einen starken Osterblock sowie attraktive Kombinationen rund um Pfingsten und Weihnachten. Regional profitieren vor allem Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt vom Dreikönigstag, die Fronleichnamsländer vom 4. Juni und Sachsen vom Buß- und Bettag. Viele andere regionale Feiertage fallen dagegen auf Samstag oder Sonntag und bringen bei einer normalen Fünf-Tage-Woche keinen zusätzlichen freien Werktag.
Für Urlaub, Baustellen und Liefertermine lohnt deshalb ein Kalender nach tatsächlichem Arbeitsort. Gerade Fronleichnam, regionale bayerische Feiertage sowie die Sonderregeln in Sachsen, Thüringen und Brandenburg können bei bundeslandübergreifenden Projekten einen Unterschied machen.
