Amazon richtet seinen Cloud-Gaming-Dienst neu aus. Nutzerinnen und Nutzer können künftig keine Drittanbieter-Abos oder Spielekäufe mehr über die Plattform tätigen. Betroffen sind unter anderem Dienste wie Ubisoft+, EA oder GOG, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit engadget.com.
Für viele Gamer bedeutet das eine spürbare Veränderung, da sie ihre bisherige Bibliothek nicht mehr direkt über Luna streamen können. Gleichzeitig versucht Amazon, den Fokus auf eigene Angebote und neue Spielkonzepte zu legen.
Für Spielerinnen und Spieler ist diese Änderung mehr als nur ein technisches Detail. Sie verändert, wie Spiele künftig gespielt und verwaltet werden. Und sie wirft Fragen zu Alternativen auf.
Was genau ändert sich bei Amazon Luna?
Amazon beendet die Unterstützung für Drittanbieter-Integrationen innerhalb seines Cloud-Gaming-Dienstes. Ab sofort können keine neuen Abos oder Spiele von Drittanbietern mehr über Luna erworben werden. Bestehende Abos werden zum Ende des nächsten Abrechnungszeitraums automatisch beendet. Wer Spiele über Plattformen wie Ubisoft, EA oder GOG besitzt, kann diese künftig nicht mehr über Luna streamen.

„Das ist ein klarer Schnitt. Amazon will sein Angebot neu ausrichten und stärker kontrollieren, welche Inhalte auf der Plattform verfügbar sind“, erklärt ein Branchenanalyst.
Auch die Funktion „Bring Your Own Library“ wird eingestellt. Damit fällt die Möglichkeit weg, bereits gekaufte Spiele aus externen Stores über Luna zu spielen.
Was passiert mit bereits gekauften Spielen und Abos?
Wer über Luna Spiele gekauft hat, kann diese noch bis zu einem bestimmten Datum spielen. Danach ist der Zugriff über Luna nicht mehr möglich. Die Spiele selbst bleiben jedoch über die jeweiligen Plattformen wie EA App, GOG Galaxy oder Ubisoft Connect verfügbar.
| Situation | Was passiert? |
|---|---|
| Laufendes Abo über Luna | Automatische Kündigung zum Zyklusende |
| Ubisoft+ direkt bei Ubisoft gebucht | Weiter nutzbar bis zu einem bestimmten Datum |
| Gekaufte Spiele über Luna | Spielbar bis zur Abschaltung |
| Eigene Spielebibliothek | Kein Streaming mehr über Luna möglich |
Diese Regelung sorgt bei vielen Nutzerinnen und Nutzern für Unsicherheit, insbesondere bei jenen, die keine leistungsstarke Hardware besitzen.
Welche Alternativen bleiben für Gamer?
Da Amazon Luna den Zugriff auf Drittanbieter-Bibliotheken beendet, müssen sich Spieler nach Alternativen umsehen. Eine Möglichkeit ist der Wechsel zu anderen Cloud-Gaming-Diensten. Allerdings hängt die Verfügbarkeit stark vom jeweiligen Spiel ab.
Beliebte Optionen sind:
- Cloud-Gaming-Plattformen anderer Anbieter
- Lokales Spielen auf PC oder Konsole
- Streaming-Dienste mit breiter Spielebibliothek
- Direktes Spielen über die jeweiligen Publisher-Launcher
„Für Spieler ohne starke Hardware ist das eine echte Herausforderung“, meint ein langjähriger Cloud-Gaming-Nutzer. „Man verliert Flexibilität und muss neu planen.“
Warum trifft Amazon diese Entscheidung?
Amazon hat in den letzten Monaten mehrfach betont, dass der Fokus stärker auf eigenen Inhalten und besonderen Spielkonzepten liegen soll. Statt breiter Drittanbieter-Unterstützung will man neue Formate wie Party-Spiele und einfache Zugänge für Gelegenheitsspieler ausbauen. Dazu gehören etwa Spiele, die über Smartphones als Controller gesteuert werden können.
„Wir konzentrieren uns auf neue Spielerlebnisse und wollen Gaming zugänglicher machen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Diese strategische Neuausrichtung bedeutet jedoch auch, dass traditionelle Gamer weniger im Fokus stehen.

Was bedeutet das für die Zukunft von Amazon Luna?
Die Zukunft von Luna hängt stark davon ab, wie gut neue Angebote angenommen werden. Während Gelegenheitsspieler von einfachen Zugängen profitieren könnten, verlieren Hardcore-Gamer wichtige Funktionen. Die Entscheidung könnte die Nutzerbasis verändern und neue Zielgruppen ansprechen.
Ob die Strategie aufgeht, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass sich Amazon Luna künftig deutlich anders positionieren wird.
Amazon setzt verstärkt auf eigene Inhalte und neue Konzepte. Gleichzeitig verlieren Nutzer den Komfort, ihre vorhandenen Spielebibliotheken über Luna zu nutzen. Für viele Spieler bedeutet das Umdenken, Umstieg oder Anpassung an neue Plattformen.
