Microsoft treibt die nächste sichtbare Änderung bei Windows 11 voran und verteilt das überarbeitete Startmenü nun breiter an Nutzer der Versionen 24H2 und 25H2. Damit erreicht eine Neugestaltung, die zuvor bereits in Test- und Preview-Umgebungen verfügbar war, den regulären Alltag vieler Windows-Geräte. Das neue Menü soll übersichtlicher wirken, stärker auf moderne Arbeitsabläufe ausgerichtet sein und Nutzern mehr Kontrolle über App-Ansichten und Empfehlungen geben. Gleichzeitig bereitet Microsoft im Hintergrund offenbar eine noch umfassendere Überarbeitung vor, die später im Jahr mit Windows 11 26H2 eine größere Rolle spielen dürfte, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit pcgameshardware.de.
Das Startmenü gehört zu den sensibelsten Bereichen von Windows. Jede Änderung fällt sofort auf, weil Nutzer es täglich öffnen, Apps starten, Dateien suchen oder zuletzt verwendete Inhalte aufrufen. Genau deshalb löst jede Anpassung Diskussionen aus. Einige Anwender wünschen sich mehr Ordnung und weniger automatisch eingeblendete Inhalte, andere bevorzugen ein möglichst stabiles und vertrautes Layout. Microsoft versucht nun, beide Erwartungen besser zusammenzubringen: mehr Flexibilität, aber ohne das Bedienkonzept komplett neu zu erfinden.
Was Microsoft jetzt beim Startmenü ausrollt
Die aktuelle Verteilung betrifft vor allem das neue einseitige und scrollbare Layout. Statt mehrere Bereiche strikt voneinander zu trennen, wirkt das Menü kompakter und zusammenhängender. Nutzer sollen schneller zwischen angehefteten Apps, der App-Liste und weiteren Inhalten wechseln können. Besonders die neue Kategorieansicht für „Alle Apps“ dürfte auffallen, weil Programme nicht mehr nur als lange alphabetische Liste erscheinen müssen. Dadurch kann das Menü aufgeräumter wirken, vor allem auf Geräten mit vielen installierten Anwendungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Bereich „Empfohlen“. Viele Nutzer haben diesen Abschnitt in der Vergangenheit kritisiert, weil er nicht immer als hilfreich empfunden wurde. Microsoft gibt Anwendern nun mehr Möglichkeiten, diesen Bereich auszublenden oder weniger prominent erscheinen zu lassen. Damit reagiert das Unternehmen auf einen Wunsch, der seit Einführung von Windows 11 regelmäßig geäußert wurde. Wer das Startmenü eher als schnellen App-Starter nutzen möchte, bekommt dadurch mehr Platz für das, was wirklich gebraucht wird.
„Das Startmenü ist für viele Nutzer kein dekoratives Element, sondern ein Arbeitswerkzeug. Je weniger unnötige Ablenkung dort erscheint, desto produktiver fühlt sich das System im Alltag an“, sagt ein IT-Berater, der Unternehmen bei Windows-Rollouts begleitet.
Für private Nutzer ist die Änderung vor allem eine Frage der Bedienbarkeit. Für Firmen, Schulen und Verwaltungen spielt zusätzlich die zentrale Verwaltung eine Rolle. Wenn hunderte oder tausende Geräte ein einheitliches Layout bekommen sollen, müssen Einstellungen zuverlässig ausgerollt werden können. Genau hier setzt eine weitere technische Änderung an, die im Hintergrund wichtig ist.
Warum JSON statt XML für Administratoren wichtig ist
Microsoft stellt die Layout-Konfiguration des Startmenüs schrittweise von XML auf JSON um. Für normale Nutzer klingt das zunächst technisch und wenig spektakulär. Für IT-Abteilungen kann es jedoch einen spürbaren Unterschied machen. JSON gilt in vielen modernen Verwaltungsumgebungen als flexibler und leichter zu verarbeiten. Dadurch lassen sich Startmenü-Layouts zuverlässiger über Gruppenrichtlinien oder moderne Verwaltungsdienste verteilen.
In Schulen, Behörden und Unternehmen ist das besonders relevant. Dort sollen bestimmte Apps sichtbar sein, andere Bereiche ausgeblendet werden und Geräte je nach Nutzergruppe unterschiedliche Vorgaben erhalten. Wenn die Konfiguration stabiler funktioniert, sinkt der Aufwand für Administratoren. Gleichzeitig werden Fehler beim Rollout reduziert. Gerade bei großen Windows-Flotten ist das ein wichtiger Vorteil.
Für Heimanwender zählt vor allem, ob das Menü schneller und aufgeräumter wirkt. Für Administratoren zählt, ob sich dieselbe Ordnung auf vielen Geräten zuverlässig erzwingen lässt. Genau deshalb ist die technische Umstellung im Hintergrund wichtiger, als sie auf den ersten Blick scheint.
Die Änderung zeigt auch, wohin sich Windows 11 insgesamt bewegt. Microsoft versucht, klassische Desktop-Gewohnheiten mit moderner Verwaltung und Cloud-orientierten Strukturen zu verbinden. Das Startmenü ist dabei nur ein sichtbarer Teil eines größeren Umbaus. Je stärker Windows über Richtlinien, Profile und zentrale Einstellungen gesteuert wird, desto wichtiger werden robuste Konfigurationsformate.
Diese Neuerungen sind bereits sichtbar
Das neue Windows 11 Startmenü bringt mehrere Anpassungen, die den Alltag direkt verändern können. Nicht jeder Nutzer wird alle Funktionen gleichzeitig sehen, weil Microsoft solche Updates oft schrittweise verteilt. Dennoch zeichnet sich klar ab, welche Richtung das Unternehmen verfolgt. Das Menü soll weniger starr sein, mehr Optionen bieten und besser mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen funktionieren.
| Neuerung | Bedeutung für Nutzer | Möglicher Vorteil |
|---|---|---|
| Scrollbares Einseitenlayout | Inhalte liegen stärker in einer Ansicht | Weniger Wechsel zwischen Bereichen |
| Kategorieansicht für „Alle Apps“ | Apps können strukturierter erscheinen | Schnellere Orientierung bei vielen Programmen |
| Ausblendbarer Empfehlungsbereich | Weniger automatisch vorgeschlagene Inhalte | Mehr Platz für angeheftete Apps |
| JSON-Konfiguration | Modernere Verwaltung für IT-Teams | Stabilere Layout-Vorgaben auf vielen Geräten |
| Vorbereitung auf 26H2 | Basis für spätere Anpassungen | Mehr Modularität und Personalisierung |
Für viele Nutzer dürfte vor allem die Option wichtig sein, den Empfehlungsbereich weniger sichtbar zu machen. Seit dem Start von Windows 11 wurde dieser Abschnitt häufig als zu dominant empfunden. Wer lieber selbst entscheidet, welche Apps und Inhalte im Mittelpunkt stehen, bekommt nun mehr Kontrolle. Gleichzeitig bleibt Microsofts Grundidee erhalten: Das Startmenü soll nicht nur eine App-Liste sein, sondern auch zuletzt genutzte oder relevante Inhalte anbieten.
Was später mit Windows 11 26H2 kommen könnte
Die aktuelle Überarbeitung ist offenbar nicht der letzte Schritt. In Insider-Versionen testet Microsoft bereits weitergehende Änderungen, die später im Jahr 2026 mit Windows 11 26H2 eine größere Rolle spielen könnten. Dazu gehört vor allem mehr Kontrolle über Größe und Aufbau des Startmenüs. Nutzer könnten künftig zwischen kompakteren und größeren Darstellungen wählen, je nachdem, ob sie mit einem kleinen Laptop-Display oder einem großen Monitor arbeiten.
Besonders interessant ist die mögliche stärkere Modularisierung. Bereiche wie „Angeheftet“, „Alle Apps“ und „Empfohlen“ beziehungsweise „Zuletzt verwendet“ sollen sich in Testversionen unabhängiger voneinander steuern lassen. Das würde bedeuten, dass Nutzer das Startmenü stärker auf ihre Gewohnheiten zuschneiden können. Wer nur angeheftete Apps sehen will, könnte andere Bereiche ausblenden. Wer eine vollständige App-Liste bevorzugt, könnte diese stärker in den Mittelpunkt stellen.
„Microsoft erkennt offenbar, dass ein einheitliches Startmenü nicht für alle Arbeitsweisen passt. Ein Entwickler, ein Schüler und ein Büroangestellter brauchen nicht zwangsläufig dieselbe Startansicht“, kommentiert ein Windows-Experte.
Auch Profilbild und Kontoname könnten künftig weniger prominent erscheinen oder ausgeblendet werden. Das ist besonders beim Teilen des Bildschirms interessant. Wer in Videokonferenzen, Präsentationen oder Schulungen arbeitet, möchte persönliche Informationen nicht immer sichtbar machen. Solche kleinen Datenschutz- und Komfortfunktionen können im Alltag mehr bewirken, als es zunächst klingt.
Mehr Geschwindigkeit durch neues Leistungsprofil
Neben dem Design arbeitet Microsoft auch an der Performance des Startmenüs. In früheren Windows-11-Versionen klagten Nutzer gelegentlich über kleine Verzögerungen, Ruckler oder ein nicht sofort reagierendes Menü. Das wirkt zwar wie ein kleines Problem, kann aber im Alltag stören, weil das Startmenü sehr häufig verwendet wird. Ein System fühlt sich langsamer an, wenn gerade dieser zentrale Bereich nicht direkt reagiert.

Mit einem sogenannten Low-Latency-Ansatz soll der Startmenü-Prozess priorisiert werden. Dadurch kann das Menü schneller öffnen und flüssiger reagieren. Technisch geht es darum, Verzögerungen zu reduzieren und den Prozess so zu behandeln, dass Eingaben unmittelbarer umgesetzt werden. Für leistungsstarke Desktop-PCs ist der Unterschied möglicherweise gering. Auf älteren Laptops, günstigen Geräten oder Systemen mit vielen Hintergrundprozessen kann er aber deutlicher auffallen.
Wichtige Verbesserungen, auf die Nutzer achten können:
- Das Startmenü soll schneller öffnen und weniger ruckeln.
- Die App-Übersicht soll übersichtlicher und besser strukturiert wirken.
- Der Bereich „Empfohlen“ lässt sich stärker kontrollieren.
- Geräte mit kleineren Displays könnten von kompakteren Ansichten profitieren.
- IT-Abteilungen bekommen modernere Möglichkeiten zur Layout-Steuerung.
- Künftige 26H2-Funktionen könnten mehr Anpassung erlauben.
Diese Änderungen zeigen, dass Microsoft nicht nur an der Oberfläche arbeitet. Ein neues Design bringt wenig, wenn das Menü langsam bleibt oder sich nicht gut verwalten lässt. Deshalb verbindet das Unternehmen optische Anpassungen mit technischen Verbesserungen. Für Nutzer ist am Ende entscheidend, ob sich Windows im Alltag schneller, klarer und weniger überladen anfühlt.
Warum das Startmenü so viel Kritik auslöst
Das Startmenü ist seit Jahrzehnten ein Symbol für Windows. Jede größere Änderung wird deshalb emotional diskutiert. Viele Nutzer haben feste Gewohnheiten und wollen nicht ständig umlernen. Gleichzeitig muss Microsoft Windows modernisieren, weil sich Geräte, Arbeitsweisen und Erwartungen verändern. Dieser Konflikt begleitet fast jede neue Windows-Version.
Bei Windows 11 war die Kritik besonders deutlich, weil das Startmenü stärker zentriert, reduzierter und weniger klassisch wirkte. Einige Nutzer vermissten die frühere Flexibilität. Andere störten sich an Empfehlungen, leeren Flächen oder daran, dass bestimmte Bereiche nicht frei genug angepasst werden konnten. Die aktuelle Entwicklung wirkt daher wie eine Korrektur: Microsoft hält am modernen Design fest, gibt aber mehr Kontrolle zurück.
Für Unternehmen ist die Kritik noch praktischer. Dort geht es nicht um Geschmack, sondern um Effizienz. Wenn Mitarbeiter nach Apps suchen müssen oder ein Layout nach Updates anders aussieht, kostet das Zeit. Deshalb sind stabile Startmenü-Vorgaben in vielen Organisationen wichtig. Je besser Microsoft diese Anforderungen berücksichtigt, desto leichter lassen sich neue Windows-Versionen akzeptieren.
Was Nutzer vor dem großen Update tun sollten
Nutzer müssen in der Regel nichts Besonderes tun, um die neuen Startmenü-Funktionen zu erhalten. Microsoft verteilt solche Änderungen über Windows Update schrittweise. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Einstellungen, sobald das neue Layout sichtbar wird. Wer den Empfehlungsbereich nicht mag, sollte prüfen, welche Optionen zum Ausblenden oder Reduzieren verfügbar sind. Auch angeheftete Apps können neu sortiert werden, damit das Menü besser zum eigenen Alltag passt.
Vor größeren Funktionsupdates ist es außerdem sinnvoll, das System aktuell zu halten und wichtige Daten zu sichern. Das gilt besonders für Geräte, die beruflich oder in der Schule genutzt werden. Auch wenn Windows-Updates heute meist stabil laufen, können Treiber, Spezialsoftware oder ältere Programme gelegentlich Probleme verursachen. Ein aktuelles Backup ist deshalb nie verkehrt.
Für IT-Abteilungen beginnt die Vorbereitung früher. Sie sollten testen, wie sich die neuen JSON-basierten Layouts in ihrer Umgebung verhalten. Auch Gruppenrichtlinien, Schulgeräte und verwaltete Profile sollten geprüft werden. Wenn später mit 26H2 weitere Änderungen kommen, ist es besser, bekannte Probleme bereits vorher zu erkennen.
Was die Startmenü-Änderung für Windows 11 bedeutet
Die neue Verteilung des Startmenüs zeigt, dass Microsoft Windows 11 weiter in kleinen, aber sichtbaren Schritten umbaut. Das aktuelle Update bringt mehr Übersicht, mehr Kontrolle und eine modernere technische Basis für Verwaltung und spätere Anpassungen. Die noch größeren Änderungen dürften mit Windows 11 26H2 folgen, wenn Größe, Bereiche und möglicherweise auch persönliche Informationen im Menü flexibler gesteuert werden können.
Für Nutzer ist die Entwicklung vor allem dann positiv, wenn Microsoft echte Wahlmöglichkeiten bietet. Ein Startmenü muss schnell sein, vertraut wirken und sich an unterschiedliche Arbeitsweisen anpassen lassen. Genau daran arbeitet das Unternehmen nun stärker. Wer Windows 11 nutzt, sollte die kommenden Updates deshalb nicht nur als optische Änderung betrachten. Das Startmenü wird zunehmend zu einem Bereich, in dem Microsoft zeigen muss, wie modern, flexibel und alltagstauglich Windows wirklich ist.
