Die britische Schauspielikone Judi Dench hat erneut offen über die dramatischen Folgen ihrer fortschreitenden Augenkrankheit gesprochen. Seit mehr als zehn Jahren lebt die 90-Jährige mit altersbedingter Makuladegeneration, die vor allem das zentrale Sehfeld betrifft, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit t-online.de.
Die Erkrankung führt schrittweise zu starken Einschränkungen im Alltag und zählt zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im höheren Alter. In einem aktuellen Interview schildert Dench, wie sehr ihr Zustand inzwischen vorangeschritten ist. Viele Fans reagieren besorgt, da die Oscarpreisträgerin sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzieht.
„Ich kann nichts mehr sehen“ – Dench beschreibt ihren Alltag
Im Gespräch mit „ITV News“ erklärte Judi Dench, dass sie nicht mehr in der Lage sei, Gesichter zu erkennen oder Texte zu lesen. Selbst Fernsehen könne sie wegen ihrer Seheinschränkungen nicht mehr genießen. Auf die Frage, weshalb sie kaum noch auf der Bühne oder im Film zu sehen sei, antwortete sie offen: „Weil ich nichts mehr sehen kann.“ Die Schauspielerin betonte, dass ihre fehlende Sichtbarkeit im öffentlichen Leben oft missverstanden werde. Viele würden denken, sie verhalte sich distanziert, dabei könne sie schlichtweg niemanden erkennen.

Humor bleibt ihr Begleiter – doch die Realität ist ernst
Trotz der schweren Diagnose verliert Dench ihren Humor nicht. Bei einem gemeinsamen Auftritt scherzte Freund und Kollege Sir Ian McKellen, dass sie alle gut sehen könne. Die Schauspielerin entgegnete daraufhin, dass sie lediglich Umrisse wahrnehme und McKellen an seinem typischen Schal erkenne. Doch hinter den Worten steckt eine ernste Botschaft: Die Schauspielerin kämpft täglich mit erheblichen Einschränkungen. Bei einem Abendessen musste ihr Partner David Mills ihr sogar das Essen schneiden, weil sie die Speisen auf dem Teller nicht erkennen konnte.
Krankheit beeinträchtigt Karriere und öffentlicher Auftritte
Schon Anfang 2025 berichtete Dench im Podcast „Fearless“, dass sie auf Begleitung angewiesen sei, wenn sie Veranstaltungen besuche. Alleine könne sie nicht mehr an öffentlichen Terminen teilnehmen, da sie sich aufgrund ihres eingeschränkten Sehvermögens unsicher fühle. Auch beruflich hat die Krankheit deutliche Konsequenzen: Seit dem Kinofilm „Allelujah“ aus dem Jahr 2022 hat sie keine großen Rollen mehr übernommen. Zuletzt war sie nur noch in kleineren Formaten zu sehen oder nahm an Dokumentationen teil. Bei der „Chelsea Flower Show“ sagte sie 2022 offen, dass sie keine neuen Projekte plane, da sie „nicht einmal sehen“ könne.
Warum Judi Dench dennoch nicht ans Aufhören denkt
Trotz aller Einschränkungen betont die Schauspielerin immer wieder, dass sie nicht an den Ruhestand denkt. Ende des vergangenen Jahres erklärte sie, dass sie weiterhin arbeiten möchte, auch wenn sie aktuell keine größeren Projekte verfolgen könne. Sie verlasse sich auf ihr fotografisches Gedächtnis, das ihr beim Textlernen helfe, sofern ihr jemand vorlese. Ihre Entschlossenheit und ihr Durchhaltevermögen beeindrucken viele Fans und Kollegen gleichermaßen. Judi Dench zeigt damit, dass sie trotz schwerer Krankheit ihren Lebensmut nicht verliert.
