Ein schwerer Haiangriff an der Ostküste Australiens hat am Donnerstagmorgen für große Bestürzung gesorgt. Eine junge Frau kam dabei ums Leben, während ein Mann schwer verletzt gerettet werden konnte. Beide sollen nach aktuellen Berichten europäische Touristen gewesen sein, doch die Angaben zur Herkunft sind widersprüchlich, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit n-tv.de.
Während einige Medien von Reisenden aus der Schweiz sprechen, berichten andere Quellen von schwedischen Staatsbürgern. Die Ermittlungen laufen, während die Region rund 350 Kilometer nördlich von Sydney durch den Vorfall erschüttert ist.
Der Angriff ereignete sich in abgelegener Küstenregion
Laut Polizei von New South Wales wurden die beiden jungen Erwachsenen in der beliebten Naturregion Crowdy Bay angegriffen. Der Strandabschnitt nahe des Campingplatzes Kylies Beach ist zwar abgelegen, zieht aber regelmäßig zahlreiche Besucher an, die die beeindruckende Landschaft genießen wollen. Einsatzkräfte wurden kurz nach Tagesanbruch alarmiert und fanden am Strand bereits Augenzeugen vor, die Erste Hilfe leisteten. Dennoch starb die Frau noch vor dem Eintreffen der Notärzte an ihren schweren Verletzungen. Der verletzte Mann wurde mit erheblichen Beinverletzungen per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht.
Augenzeuge rettet dem Mann vermutlich das Leben
Besonders hervorgehoben wurde der Einsatz eines Passanten, der geistesgegenwärtig gehandelt und dem Mann das Bein abgebunden hatte. Laut Aussagen eines Rettungssprechers habe diese schnelle Reaktion vermutlich sein Leben gerettet. Die Behörden lobten die mutige Hilfeleistung und erinnerten daran, dass gerade in entlegenen Gebieten schnelle Ersthilfe entscheidend sein kann. Viele Strände in der Region sind nicht dauerhaft bewacht, weshalb Besucher oft selbst auf mögliche Risiken achten müssen. Dennoch gelten Haiangriffe mit mehreren Opfern als äußerst selten.
Unklar, welcher Hai die Touristen angriff
Zur Art des Hais konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Spezialeinheiten und lokale Organisationen suchten den Küstenabschnitt mithilfe von Drohnen ab, um den Angreifer zu identifizieren. Der leitende Ermittler Timothy Bayly erklärte, man versuche, das Tier möglichst rasch ausfindig zu machen, um die Gefahr für weitere Badegäste einzuschätzen. Die Strände in der Umgebung wurden vorsorglich geschlossen, bis nähere Informationen vorliegen. Auch Anwohner wurden gebeten, den Bereich vorerst zu meiden.
Behörden warnen vor Risiken in unkontrollierten Gewässern
Rettungsorganisationen wie Surf Life Saving NSW bezeichnen den Vorfall als tragische Ausnahme, warnen aber erneut vor den Risiken beim Baden in naturbelassenen Gewässern. Viele Strände sind beliebt und gut besucht, doch Schutzsysteme wie Netze oder Beobachtungsstationen stehen nicht überall zur Verfügung. Sprecher James Turnham erklärte, dass Haie besonders in offenen, nicht überwachten Zonen ein Risiko darstellen. Dennoch betonte er, dass schwere Attacken statistisch weiterhin selten bleiben und die meisten Küstenabschnitte sicher genutzt werden können.
Angriffe mit mehreren Opfern sind ungewöhnlich, aber möglich
Wie ein Meeresbiologe gegenüber dem „Guardian“ erläuterte, greifen Haie normalerweise nur eine Person an. Mehrfache Angriffe können jedoch vorkommen, wenn die Tiere aktiv jagen oder Konkurrenz vertreiben wollen. Nach offiziellen australischen Statistiken kamen im ersten Halbjahr bereits drei Menschen bei Haiangriffen ums Leben. Erst im September war ein Surfer in einem Vorort Sydneys tödlich verletzt worden. Besonders Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie zählen in der Region zu den gefährlichsten Arten für den Menschen.
