Acer hat auf der Computex 2026 gleich mehrere neue Gaming-Monitore vorgestellt und dabei unterschiedliche Zielgruppen im Blick. Während einige Modelle mit extrem hohen Bildwiederholraten für eSport-Spieler entwickelt wurden, richten sich andere Varianten an Nutzer, die Wert auf hohe Auflösungen, HDR-Technologien oder innovative Darstellungsformen legen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhält dabei ein Display mit 1.000 Hz sowie ein Monitor, der räumliche 3D-Darstellungen ohne spezielle Brille ermöglicht, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit computerbase.de.
Die Präsentation zeigt, dass der Hersteller nicht ausschließlich auf OLED setzt. Stattdessen kombiniert Acer verschiedene Technologien wie IPS, VA, Mini-LED und QD-OLED, um möglichst viele Einsatzbereiche abzudecken. Die neuen Predator- und Nitro-Modelle unterscheiden sich daher deutlich in Ausstattung, Preis und Zielgruppe.
Predator XB273K 3D bringt räumliche Darstellung ohne Brille
Zu den auffälligsten Neuheiten gehört der Predator XB273K 3D. Das 27-Zoll-Modell nutzt die SpatialLabs-Technologie von Acer und ermöglicht stereoskopische 3D-Darstellungen ohne zusätzliche Brille. Unterstützt wird die Technik durch Eye-Tracking, das die Darstellung in Echtzeit an die Blickrichtung des Nutzers anpasst.

Zusätzlich soll künstliche Intelligenz dabei helfen, herkömmliche 2D-Inhalte in räumliche Darstellungen umzuwandeln. Neben der 3D-Technik bietet der Monitor ein IPS-Panel mit 4K-Auflösung und bis zu 180 Hz.
„Brillenloses 3D könnte in den kommenden Jahren wieder an Bedeutung gewinnen, wenn die Technologie komfortabler und präziser wird“, erklärt ein Branchenanalyst.
Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 1.499 Euro positioniert Acer dieses Modell als Premium-Lösung für Enthusiasten und kreative Anwender.
OLED bleibt exklusiv im Predator X34 F1
Während viele Hersteller immer stärker auf OLED setzen, verfolgt Acer einen anderen Ansatz. Unter den neuen Modellen besitzt lediglich der Predator X34 F1 ein OLED-Panel.
Der gebogene 34-Zoll-Monitor verwendet moderne QD-OLED-Technologie und bietet eine Auflösung von 3.440 × 1.440 Pixeln im Ultrawide-Format. Dazu kommen bis zu 360 Hz Bildwiederholrate sowie eine HDR-Spitzenhelligkeit von 1.300 Nits.
Besonders Spieler, die schnelle Reaktionszeiten schätzen, dürften das Gerät interessant finden. Die Reaktionszeit liegt laut Hersteller bei nur 0,03 Millisekunden.
OLED bleibt weiterhin eine Premium-Technologie. Acer zeigt mit dem Predator X34 F1, dass hochwertige Panels gezielt für besonders anspruchsvolle Nutzer positioniert werden.
5K-Auflösung wird zum wichtigen Trend
Neben Geschwindigkeit setzt Acer in diesem Jahr stark auf hochauflösende Displays. Gleich zwei neue Modelle bieten eine 5K-Auflösung und richten sich damit an Nutzer, die maximale Bildschärfe suchen.
Der Nitro XV345CKR P kombiniert ein Ultra-Wide-Format mit 5.120 × 2.160 Pixeln. Zusätzlich kommt eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit über 1.100 Dimmzonen zum Einsatz.
Der Nitro XV320QX verfolgt dagegen einen klassischen 16:9-Ansatz. Auf seinem 31,5-Zoll-IPS-Panel werden 5.120 × 2.880 Pixel dargestellt. Gleichzeitig unterstützt der Monitor Bildwiederholraten von bis zu 165 Hz bei voller Auflösung.
Folgende Vorteile nennt Acer für die neuen 5K-Modelle:
- deutlich höhere Bildschärfe
- mehr Arbeitsfläche für Produktivität
- bessere HDR-Darstellung
- moderne Schnittstellen wie HDMI 2.1
- Unterstützung hoher Bildwiederholraten
Viele Experten sehen in 5K einen der wichtigsten Trends der kommenden Jahre, da sowohl Spieler als auch Content-Creator von der zusätzlichen Auflösung profitieren können.
1.000 Hz sorgen für Gesprächsstoff
Das Modell Nitro XV273U F5 dürfte besonders in der eSport-Szene für Diskussionen sorgen. Acer bewirbt den Monitor mit einer maximalen Bildwiederholrate von 1.000 Hz.
Allerdings gibt es dabei eine Einschränkung: Dieser Wert wird nur im speziellen Modus mit reduzierter Auflösung von 1.280 × 720 Pixeln erreicht. Im normalen Betrieb arbeitet das IPS-Panel mit 2.560 × 1.440 Pixeln und immer noch beeindruckenden 540 Hz.
Für professionelle Wettkampfspieler kann eine extrem hohe Bildwiederholrate einen Vorteil bieten, weil Bewegungen noch flüssiger dargestellt werden und Eingaben schneller sichtbar werden.
„Für den durchschnittlichen Spieler sind 1.000 Hz kaum entscheidend. Im professionellen eSport zählt jedoch jedes Millisekündchen“, meint ein Hardware-Experte.
Überblick über die wichtigsten Modelle
| Modell | Besonderheit | Preis |
|---|---|---|
| Predator XB273K 3D | 3D ohne Brille, 4K, 180 Hz | 1.499 € |
| Predator X34 F1 | QD-OLED, 360 Hz | 1.299 € |
| Nitro XV345CKR P | 5K Ultra-Wide, Mini-LED | 799 € |
| Nitro XV320QX | 5K im 16:9-Format | 999 € |
| Nitro XV273U F5 | Bis zu 1.000 Hz | 599 € |
Die Tabelle zeigt deutlich, wie breit Acer sein neues Portfolio aufgestellt hat. Vom eSport-Monitor bis zum hochauflösenden Arbeits- und Gaming-Display deckt das Unternehmen nahezu alle wichtigen Segmente ab.
Unterschiedliche Strategien statt Einheitslösung
Interessant ist vor allem, dass Acer keine einheitliche Strategie verfolgt. Andere Hersteller konzentrieren sich aktuell häufig auf OLED-Technologien. Acer setzt dagegen auf eine Mischung aus IPS, VA, Mini-LED und OLED.

Dadurch entstehen Geräte mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten. Manche Modelle richten sich klar an Wettkampfspieler, andere an Kreativprofis oder Technik-Enthusiasten. Besonders die Kombination aus 5K-Auflösung und hohen Bildwiederholraten könnte neue Käufergruppen ansprechen.
Die neuen Monitore zeigen, dass Innovationen im Display-Markt nicht nur über OLED definiert werden. Hohe Auflösungen, 3D-Technologien und extreme Bildwiederholraten bleiben wichtige Entwicklungsfelder.
Acer setzt auf Vielfalt statt nur auf OLED
Mit den neuen Monitoren demonstriert Acer eine ungewöhnlich breite Produktstrategie. Von brillenlosem 3D über 5K-Auflösungen bis hin zu 1.000 Hz reicht das Spektrum der vorgestellten Geräte. Dabei wird deutlich, dass der Hersteller verschiedene Nutzergruppen gezielt ansprechen möchte, anstatt sich auf eine einzelne Technologie zu konzentrieren.
Für Spieler stehen Geschwindigkeit und Reaktionszeit im Fokus, während Kreativanwender von hochauflösenden Displays profitieren sollen. Besonders der Predator XB273K 3D und der Nitro XV273U F5 zeigen, dass Acer auch abseits klassischer Trends neue Wege ausprobiert. Die Computex 2026 macht damit deutlich, dass der Wettbewerb im Monitor-Markt zunehmend über Spezialisierung und technische Vielfalt entschieden wird.
