Der Himmel über Deutschland könnte im März 2026 ein außergewöhnliches Naturschauspiel bieten. Astronomen sprechen von besonders guten Chancen auf Polarlichter über Deutschland, weil in diesem Monat zwei wichtige kosmische Faktoren zusammenkommen, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Zum einen bleibt die Sonnenaktivität ungewöhnlich hoch, obwohl das Maximum des aktuellen Sonnenzyklus bereits im Jahr 2024 erreicht wurde. Gleichzeitig steht im März das Frühlingsäquinoktium bevor – ein astronomischer Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht nahezu gleich lang sind. Genau diese Kombination kann starke geomagnetische Stürme auslösen.
Ein Astronom erklärt:
„Wenn Sonnenstürme auf das Magnetfeld der Erde treffen, entstehen Polarlichter. Treffen hohe Sonnenaktivität und das Frühlingsäquinoktium zusammen, steigen die Chancen deutlich.“
Warum Polarlichter im März häufiger auftreten können
Die Entstehung von Polarlichtern hängt eng mit der Aktivität der Sonne zusammen. Bei starken Sonnenstürmen werden geladene Teilchen ins All geschleudert. Treffen diese Partikel auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu den Polarregionen gelenkt.
Dort stoßen sie auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in der Atmosphäre. Diese beginnen zu leuchten – und es entstehen die bekannten Nordlichter.

Die Chancen auf Sichtungen hängen stark von mehreren Faktoren ab.
| Faktor | Einfluss auf Polarlichter |
|---|---|
| Sonnenaktivität | bestimmt Stärke der Teilchenströme |
| Kp-Index | zeigt Stärke geomagnetischer Stürme |
| Lichtverschmutzung | beeinflusst Sichtbarkeit |
| Wetter | klarer Himmel erforderlich |
Ein Weltraumforscher erklärt:
„Der Kp-Index ist einer der wichtigsten Werte für Polarlicht-Beobachter. Je höher er ist, desto weiter können Polarlichter Richtung Süden sichtbar werden.“
Frühlingsäquinoktium verstärkt geomagnetische Stürme
Das sogenannte Frühlingsäquinoktium spielt bei Polarlichtern eine besondere Rolle. In dieser Phase sind Tag und Nacht nahezu gleich lang, und die geometrische Ausrichtung zwischen Sonnenwind und Erdmagnetfeld verändert sich.
Dadurch können geomagnetische Stürme leichter entstehen.
Rund um die Tag-und-Nacht-Gleiche zeigen Statistiken häufiger Polarlicht-Aktivität.
Die Erde steht in dieser Phase besonders günstig zum Sonnenwind.
Dadurch können Nordlichter weiter südlich sichtbar werden als gewöhnlich.
Ein Experte für Weltraumwetter sagt:
„Das Frühlingsäquinoktium wirkt wie ein natürlicher Verstärker für geomagnetische Stürme.“
Wo Polarlichter in Deutschland sichtbar sein könnten
Normalerweise sind Polarlichter vor allem in Regionen nahe des Polarkreises sichtbar. Doch bei besonders starken geomagnetischen Stürmen können sie auch weiter südlich erscheinen.
Für Deutschland bedeutet das, dass Beobachter besonders in nördlichen Regionen gute Chancen haben.
Zu den möglichen Beobachtungsorten gehören:
- Norddeutschland und Küstenregionen
- Schleswig-Holstein
- Mecklenburg-Vorpommern
- nördliches Niedersachsen
- Gebiete mit wenig Lichtverschmutzung
Bei starken geomagnetischen Stürmen könnten Polarlichter sogar in Teilen von Mitteldeutschland sichtbar sein.
Ein Hobby-Astronom berichtet:
„Bei einem Kp-Index von mindestens 6 besteht eine reale Chance, Polarlichter auch in Deutschland zu sehen.“
Tipps für die Polarlicht-Beobachtung
Wer Polarlichter in Deutschland beobachten möchte, sollte einige wichtige Bedingungen beachten. Besonders entscheidend sind ein klarer Himmel und möglichst wenig künstliches Licht.

Die wichtigsten Tipps für Polarlicht-Beobachter:
- Ort mit wenig Lichtverschmutzung wählen
- Blick nach Norden richten
- Wetterbedingungen prüfen
- Kp-Index regelmäßig beobachten
- lange Belichtungszeiten nutzen
Auch moderne Smartphones können bei der Beobachtung helfen.
Ein Fotograf erklärt:
„Der Nachtmodus moderner Smartphones kann Polarlichter sichtbar machen, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind.“
Warum das Zeitfenster für Polarlichter langsam kleiner wird
Astronomen weisen darauf hin, dass die derzeit hohe Sonnenaktivität nicht dauerhaft anhalten wird. Der Sonnenzyklus dauert etwa elf Jahre und steuert nach seinem Maximum langsam wieder auf ein Minimum zu.
Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren weniger geomagnetische Stürme auftreten könnten.
| Phase des Sonnenzyklus | Wirkung |
|---|---|
| Maximum | viele Sonnenstürme |
| mittlere Aktivität | gelegentliche Polarlichter |
| Minimum | seltene Ereignisse |
Ein Weltraumforscher erklärt:
„Der aktuelle Sonnenzyklus wird in den nächsten Jahren schwächer. Deshalb könnten Polarlichter in Mitteleuropa wieder seltener werden.“
Der März 2026 gilt deshalb für viele Astronomen als besonders spannende Zeit für Polarlicht-Beobachtungen. Wenn starke Sonnenaktivität mit günstigen astronomischen Bedingungen zusammenkommt, könnten selbst Beobachter in Deutschland das seltene Leuchten am Himmel entdecken – ein Naturschauspiel, das normalerweise eher in Island oder Norwegen zu sehen ist.
