In Deutschland läuft derzeit ein Medikamenten-Rückruf, der Apotheken direkt betrifft. Zurückgerufen wird eine Suspension zum Einnehmen mit der Bezeichnung DAC. Hintergrund ist eine produktionsbedingte Verunreinigung des Präparats, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Nach aktuellen Informationen wurden in dem Produkt weiße Partikel festgestellt, die dort nicht enthalten sein dürfen. Apotheken sind nun aufgefordert, schnell zu handeln und betroffene Ware aus dem Verkehr zu ziehen.
Der Rückruf wurde ausgelöst, nachdem entsprechende Hinweise aus Apotheken eingegangen waren. Mehrere Reklamationen führten dazu, dass das Produkt genauer untersucht wurde. In der Folge bestätigten Kontrollanalysen die Kontamination. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wurde daher ein offizieller Rückruf veranlasst.
Ursache des Rückrufs: Kontamination mit weißem Vaselin
Als Ursache für den Rückruf nennt der Hersteller eine Verunreinigung mit weißem Vaselin. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die im Rahmen der Herstellung unbeabsichtigt in das Produkt gelangt sein soll. Diese Kontamination ist nicht Bestandteil der vorgesehenen Zusammensetzung der Suspension. Entsprechend erfüllt das Präparat nicht mehr die erforderlichen Qualitätsstandards.

Die Verunreinigung wurde nicht im Rahmen routinemäßiger Kontrollen entdeckt, sondern aufgrund konkreter Beanstandungen aus Apotheken. Erst nach diesen Hinweisen wurden weitergehende Untersuchungen durchgeführt. Diese bestätigten schließlich das Vorhandensein der weißen Partikel. Daraufhin wurde der Rückruf eingeleitet.
Diese Chargen der Suspension DAC sind betroffen
Vom Rückruf betroffen sind zwei konkrete Chargen der Suspension zum Einnehmen DAC. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Packungsgrößen, die jedoch denselben Produktionszeitraum betreffen. Die betroffenen Chargen sind eindeutig identifizierbar und dürfen nicht weiter verwendet werden.
Konkret handelt es sich um folgende Produkte:
- Chargennummer 25000254001 mit einer Füllmenge von 500 Millilitern
- Chargennummer 25000255001 mit einer Füllmenge von 1000 Millilitern
Apotheken werden ausdrücklich dazu aufgefordert, diese Produkte zu separieren und nicht mehr abzugeben. Eine Weiterverwendung ist ausgeschlossen.
Apotheken müssen Produkte vernichten und Meldung abgeben
Für Apotheken gelten im Rahmen des Rückrufs klare Vorgaben. Die betroffenen Produkte sollen vollständig vernichtet werden. Zusätzlich ist eine sogenannte Vernichtungserklärung erforderlich. Diese muss an den jeweiligen Großhandel übermittelt werden, über den die Ware bezogen wurde. Wurde das Produkt direkt beim Hersteller bestellt, ist die Erklärung direkt an Caelo zu senden.
Der Rückruf ist zeitlich befristet und läuft nach aktuellem Stand bis zum 6. März 2026. Innerhalb dieses Zeitraums sollen alle betroffenen Produkte aus dem Verkehr gezogen sein. Die Maßnahmen dienen dazu, mögliche Risiken für Patienten konsequent auszuschließen. Auch wenn keine akuten Schadensfälle bekannt sind, wird aus Vorsorgegründen strikt gehandelt.
Was ist die Suspension zum Einnehmen DAC?
Bei der zurückgerufenen Suspension handelt es sich nicht um ein fertiges Arzneimittel für den Endverbraucher. Vielmehr ist sie als Grundlage zur weiteren Verarbeitung gedacht. In Apotheken wird sie häufig genutzt, um feste Arzneiformen wie Tabletten zu pulverisieren und in eine flüssige Form zu überführen. Dadurch können Medikamente individuell angepasst werden.
Besonders relevant ist diese Darreichungsform für Menschen mit Schluckbeschwerden. Dazu zählen unter anderem Kinder, ältere Menschen oder Patienten mit bestimmten Erkrankungen. Die Qualität und Reinheit der Grundlage ist daher von großer Bedeutung. Eine Kontamination kann die sichere Anwendung beeinträchtigen, weshalb der Rückruf konsequent umgesetzt wird.
Rückrufe bleiben sensibles Thema im Gesundheitsbereich
Der aktuelle Fall zeigt erneut, wie wichtig funktionierende Meldewege im Gesundheitswesen sind. Hinweise aus Apotheken haben hier entscheidend dazu beigetragen, ein potenziell problematisches Produkt frühzeitig zu identifizieren. Rückrufe sind für Hersteller und Apotheken mit Aufwand verbunden, dienen jedoch dem Schutz der Patienten. Transparenz und schnelle Reaktion spielen dabei eine zentrale Rolle.
Parallel zu diesem Medikamenten-Rückruf laufen derzeit auch andere Rückrufaktionen in unterschiedlichen Produktbereichen. Sie verdeutlichen, dass Qualitätskontrollen ein fortlaufender Prozess sind. Für Apotheken bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit im Arbeitsalltag. Für Verbraucher unterstreicht es die Bedeutung sicherer Herstellungs- und Kontrollprozesse bei Arzneimitteln.
