Ab dem Sommer 2026 erhält Dresden eine deutlich verbesserte internationale Bahnverbindung. Ein neuer Fernzug soll täglich durch Sachsen fahren und Deutschland mit Polen sowie Tschechien verbinden, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit t-online.de.
Damit wird die sächsische Landeshauptstadt Teil einer der längsten durchgehenden Zugstrecken Europas. Für Reisende aus Dresden bedeutet das mehr Auswahl im Fernverkehr und neue direkte Reisemöglichkeiten Richtung Osteuropa. Auch die Anbindung an westdeutsche Knotenpunkte soll sich dadurch spürbar verbessern.
Dresden als neuer Knotenpunkt im internationalen Bahnverkehr
Nach aktuellen Angaben wird Dresden fest in den neuen Fahrplan integriert, auch wenn die genauen Abfahrtszeiten für den Hauptbahnhof noch nicht veröffentlicht wurden. Klar ist jedoch, dass die Verbindung täglich bedient werden soll. Der Zug verknüpft mehrere große Städte in Deutschland mit wichtigen Metropolen in Polen und Tschechien. Für Dresden stärkt das die Rolle als Verkehrsknotenpunkt zwischen West- und Osteuropa. Gleichzeitig wächst die Attraktivität der Stadt für Geschäfts- und Urlaubsreisende.
Die neue Zugverbindung startet in Frankfurt am Main und führt über Erfurt, Leipzig und Dresden weiter nach Osten. Danach verläuft die Strecke über Städte wie Prag, Ostrava und Krakau bis ins polnische Przemyśl nahe der ukrainischen Grenze. Insgesamt umfasst die Route mehr als 1.300 Kilometer. Damit zählt sie zu den längsten durchgehenden Bahnverbindungen auf dem europäischen Kontinent. Der Zug fährt in beide Richtungen täglich und ermöglicht Reisen über mehrere Länder ohne Umstieg.
Fahrzeiten und Tagesablauf der neuen Verbindung
Nach derzeitigem Plan startet der Zug in Przemyśl am frühen Nachmittag und erreicht Frankfurt am Main am nächsten Morgen. In Gegenrichtung geht es morgens in Deutschland los, mit Ankunft in Polen in der Nacht. Für Dresden sind Ankunfts- und Abfahrtszeiten noch offen, sie sollen jedoch in den Tagesrandlagen liegen. Das Konzept richtet sich sowohl an Langstreckenreisende als auch an Passagiere für Teilstrecken. Besonders attraktiv ist die Verbindung für Nacht- und Frühreisende.

Die eingesetzten Züge sollen modernen Komfort bieten und sich klar an den Bedürfnissen von Fernreisenden orientieren. Vorgesehen sind WLAN, Steckdosen an den Sitzplätzen sowie eine Klimaanlage. Zusätzlich ist eine Bordverpflegung geplant, um auch längere Fahrten angenehm zu gestalten. Ab 2026 sollen außerdem reservierbare Sitzplätze und eine separate Business Class eingeführt werden. Damit positioniert sich das Angebot als komfortable Alternative zu bestehenden Fernverkehrszügen.
Preise, Buchung und neue Optionen ab 2026
Tickets für die neue Verbindung sollen bereits zu günstigen Einstiegspreisen erhältlich sein. Laut bisherigen Informationen beginnen die Preise bei etwa zehn Euro, abhängig von Strecke und Nachfrage. Ab Anfang 2026 ist zudem geplant, zusätzliche Serviceoptionen anzubieten. Dazu gehören feste Sitzplatzreservierungen und höherwertige Reiseklassen. Das Unternehmen Leo Express will damit neue Kundengruppen im internationalen Fernverkehr ansprechen.
Mit der neuen Strecke verfolgt Leo Express das Ziel, den Wettbewerb im Fernverkehr zu stärken. Das Angebot versteht sich ausdrücklich als Ergänzung und Alternative zu bestehenden Betreibern wie der Deutsche Bahn. Vor allem auf grenzüberschreitenden Strecken soll Reisenden mehr Auswahl geboten werden. Für Dresden und andere Städte entlang der Route bedeutet das bessere Verbindungen und mehr Flexibilität. Langfristig könnte die neue Zugverbindung den internationalen Bahnverkehr in Europa weiter beleben.
