An Feiertagen und zwischen den Jahren verändert sich die medizinische Versorgung deutlich. Viele reguläre Arztpraxen bleiben geschlossen, was bei akuten Beschwerden schnell zu Unsicherheit führen kann, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit t-online.de.
Gerade in Großstädten wie Berlin stellt sich für viele Menschen die Frage, wohin sie sich im Krankheitsfall wenden sollen. Notdienstpraxen übernehmen in dieser Zeit eine zentrale Rolle, um die Versorgung von Erwachsenen sowie von Kindern sicherzustellen.
Öffnungszeiten der Notdienstpraxen rund um Weihnachten
Für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel gelten besondere Öffnungszeiten. In der Zeit vom 24. Dezember bis zum 1. Januar sind die meisten Notdienstpraxen täglich geöffnet. In der Regel stehen sie Patientinnen und Patienten von 9 bis 21 Uhr zur Verfügung. Diese erweiterten Zeiten sollen sicherstellen, dass medizinische Hilfe auch dann erreichbar bleibt, wenn Hausärzte nicht praktizieren.
Trotz der grundsätzlich langen Öffnungszeiten gibt es einzelne Einschränkungen. An bestimmten Tagen, insbesondere am 29. und 30. Dezember, sind die Notdienstpraxen für Kinder und Jugendliche geschlossen. Erwachsene können an diesen Tagen zwar weiterhin behandelt werden, allerdings nur innerhalb verkürzter Zeiten. In diesen Fällen öffnen die Praxen lediglich von 10 bis 18 Uhr, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.

Struktur der Notdienstpraxen in Berlin
In Berlin stehen insgesamt elf Notdienstpraxen zur Verfügung. Sechs dieser Einrichtungen sind auf die Behandlung erwachsener Patienten spezialisiert, während fünf Praxen speziell für Kinder und Jugendliche vorgesehen sind. Diese Aufteilung soll sicherstellen, dass sowohl altersgerechte als auch fachlich passende medizinische Versorgung angeboten wird. Gerade für Familien ist es wichtig zu wissen, welche Praxis für welches Alter zuständig ist.
Nicht jede gesundheitliche Beschwerde erfordert den Gang in die Notaufnahme. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Fälle ist der ärztliche Bereitschaftsdienst vorgesehen. Er ist rund um die Uhr erreichbar und richtet sich an Menschen, deren Erkrankung nicht bis zum nächsten regulären Praxistag warten kann. Als Faustregel gilt: Würde man normalerweise einen niedergelassenen Arzt aufsuchen, ist aber kein Aufschub möglich, ist der Bereitschaftsdienst die richtige Anlaufstelle.
Längere Wartezeiten während der Feiertage einplanen
Während der Feiertage kann es zu einem erhöhten Patientenaufkommen kommen. Dadurch sind längere Wartezeiten sowohl in den Notdienstpraxen als auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst möglich. Patientinnen und Patienten sollten dies bei ihrer Planung berücksichtigen und ausreichend Zeit einplanen. Geduld ist insbesondere an stark frequentierten Tagen wie Heiligabend oder zwischen den Jahren gefragt.
Wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen dringenden medizinischen Fällen und echten Notfällen. Bei akuten, lebensbedrohlichen Situationen ist der Rettungsdienst zuständig. In solchen Fällen sollte ohne Verzögerung der Notruf gewählt werden. Notdienstpraxen und Bereitschaftsdienst sind hingegen für Beschwerden gedacht, die ärztliche Hilfe benötigen, aber keine sofortige Krankenhausbehandlung erfordern.
Wer sich im Vorfeld informiert, kann stressige Situationen vermeiden. Es empfiehlt sich, wichtige Telefonnummern griffbereit zu haben und die Öffnungszeiten der zuständigen Notdienstpraxis zu kennen. Auch chronisch kranke Menschen sollten ihre Medikation rechtzeitig überprüfen. So bleibt die medizinische Versorgung auch über die Feiertage hinweg gesichert und planbar.
