Nach der Entgleisung eines Güterzuges nahe Elze bleibt eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Niedersachsen weiterhin gesperrt. Betroffen ist die Strecke zwischen Hannover und Göttingen, die täglich von zahlreichen Pendlern genutzt wird, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit t-online.de.
Der Unfall ereignete sich wenige Tage vor Weihnachten und hat erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursacht. Eine schnelle Wiederaufnahme des Zugverkehrs gilt derzeit als unwahrscheinlich. Reisende müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen.
Mehrere Waggons entgleist und kollidiert
Nach Angaben der Bundespolizei entgleiste der Güterzug am Dienstag im Landkreis Hildesheim. Dabei lösten sich mehrere Waggons von den Gleisen und stießen mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammen. Durch die Kollision kam es zu schweren Beschädigungen entlang der Strecke. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand, der Sachschaden ist jedoch erheblich. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Die Einsatzkräfte berichten von großflächigen Zerstörungen im betroffenen Streckenabschnitt. Mehrere hundert Meter Bahnschwellen wurden beschädigt oder vollständig zerstört. Zudem verbogen sich die Schienen, und auch Signalmasten wurden durch den Unfall umgerissen. Diese Schäden machen eine sofortige Reparatur unmöglich. Zunächst müssen alle betroffenen Bereiche detailliert begutachtet werden.
Reparaturen erst nach genauer Prüfung möglich
Eine Sprecherin der Bahn erklärte, dass vor Beginn der Reparaturarbeiten eine umfassende Schadensanalyse notwendig sei. Erst danach könne entschieden werden, welche Maßnahmen erforderlich sind und wie lange diese dauern werden. Ein konkreter Termin für die Freigabe der Strecke steht bislang nicht fest. Klar ist jedoch, dass die Arbeiten Zeit in Anspruch nehmen werden. Eine Wiedereröffnung noch im laufenden Jahr gilt als sehr unwahrscheinlich.
Auch die Eisenbahngesellschaft Metronom geht von einer längeren Sperrung aus. Nach eigenen Angaben sind die Schäden besonders stark und erstrecken sich über einen größeren Bereich. Fahrgäste sollten sich mindestens bis Anfang Januar auf Einschränkungen rund um Elze einstellen. Der reguläre Nahverkehr kann in diesem Zeitraum nicht wie gewohnt verkehren. Die Strecke zählt zu den zentralen Achsen im regionalen Bahnnetz.
Pendler stark betroffen, Ersatzverkehr eingerichtet
Vor allem Pendler im Nahverkehr spüren die Auswirkungen der Sperrung deutlich. Für sie wurde ein Busnotverkehr eingerichtet, der die betroffenen Orte miteinander verbindet. Dennoch müssen Reisende längere Fahrzeiten und Umwege in Kauf nehmen. Der Fernverkehr ist nach Angaben der Deutsche Bahn hingegen nicht betroffen. Züge des Fernverkehrs werden über alternative Routen geleitet.
Die Strecke zwischen Hannover und Göttingen gilt als eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Niedersachsen. Täglich nutzen tausende Menschen diese Linie für den Weg zur Arbeit oder zur Universität. Entsprechend groß sind die Auswirkungen einer längeren Sperrung. Experten rechnen damit, dass sich die Reparaturen komplex gestalten werden. Bis zur vollständigen Wiederherstellung bleibt Geduld für Reisende unvermeidlich.
