Zur Weihnachtszeit greifen viele Menschen gern auf vertraute Rituale und traditionelle Dekorationen zurück. Glänzende Kugeln, Kerzen und Lametta gehören für viele fest zum geschmückten Weihnachtsbaum, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit chip.de.
Doch nicht jede Dekoration ist so harmlos, wie sie auf den ersten Blick scheint. Einige Produkte können Schadstoffe enthalten, die Umwelt und Gesundheit belasten. Besonders bestimmte Arten von Lametta stehen dabei in der Kritik.
Warum Lametta problematisch sein kann
Lametta galt lange als unverzichtbarer Christbaumschmuck und weckt bei vielen nostalgische Erinnerungen. Weniger bekannt ist jedoch, dass früher häufig Blei zur Herstellung verwendet wurde. Dieses Schwermetall sorgte dafür, dass die feinen Fäden schwerer waren und gleichmäßiger am Baum hingen. Auch heute ist solches bleihaltiges Lametta noch im Umlauf. Es wird meist als sogenanntes Stanniol-Lametta verkauft und ist in Deutschland weiterhin erlaubt.
In vielen Haushalten befindet sich noch Weihnachtsschmuck aus früheren Jahrzehnten. Häufig stammt er von Eltern oder Großeltern und wird Jahr für Jahr wiederverwendet. Gerade dabei kann sich noch bleihaltiges Lametta im Bestand befinden. Auf den ersten Blick ist es kaum von modernen Produkten zu unterscheiden. Dadurch bleibt das Risiko oft lange unbemerkt.

Auswirkungen auf Umwelt und Entsorgung
Nach Einschätzung von Umweltbundesamt stellt bleihaltiges Lametta vor allem ein Umweltproblem dar. Zwar ist das Anfassen der Fäden in der Regel unbedenklich, doch bei der Entsorgung entstehen Risiken. Beim Abschmücken des Weihnachtsbaums bleiben häufig einzelne Lametta-Fäden unbemerkt hängen. Gelangen diese mit dem Baum in Kompostierungs- oder Verbrennungsanlagen, kann sich das enthaltene Blei in der Umwelt verteilen.
Bleihaltiges Stanniol-Lametta gehört nicht in den normalen Hausmüll. Fachleute empfehlen, es als Sondermüll zu entsorgen, um eine Belastung von Boden und Wasser zu vermeiden. Vielen Verbrauchern ist diese Regelung jedoch nicht bekannt. Stattdessen landet der Schmuck oft achtlos im Restmüll. Dadurch erhöht sich die Gefahr, dass giftige Stoffe in den natürlichen Kreislauf gelangen.
Sind moderne Alternativen besser?
Auch heutige Lametta-Varianten sind nicht automatisch unproblematisch. Viele Produkte bestehen aus Kunststoff oder Aluminium. Diese Materialien enthalten zwar kein Blei, sind jedoch ebenfalls nicht besonders umweltfreundlich. Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar und tragen zur langfristigen Umweltverschmutzung bei. Aluminium verursacht bei der Herstellung einen hohen Energieverbrauch.
Wer beim Schmücken auf Umwelt und Gesundheit achten möchte, kann auf natürliche Materialien zurückgreifen. Lametta aus Stroh, Holz oder Papier gilt als deutlich unbedenklicher. Diese Alternativen sind biologisch abbaubar und verursachen weniger Schadstoffe. Zwar fehlt ihnen der typische Glanz klassischer Lametta-Fäden, dafür sind sie nachhaltiger. Viele Hersteller bieten inzwischen dekorative Lösungen an, die Tradition und Umweltbewusstsein verbinden.
Die Weihnachtszeit steht für Besinnlichkeit und Verantwortung, auch gegenüber der Umwelt. Ein kritischer Blick auf den eigenen Weihnachtsschmuck kann dazu beitragen, Schadstoffe zu vermeiden. Besonders alte Dekorationen sollten überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden. Wer auf sichere Materialien achtet und problematische Produkte korrekt entsorgt, schützt Umwelt und Gesundheit gleichermaßen. So lässt sich das Fest genießen, ohne unerwünschte Spuren zu hinterlassen.
