Der 6. Januar 2026 fällt in Deutschland auf einen Dienstag und steht traditionell im Zeichen des christlichen Festes Epiphanie, auch bekannt als Heilige Drei Könige. Der Tag erinnert an die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Jesus Geschenke darbrachten, die eu-baustoffhandel.de berichtet.
Für viele Menschen ist dieses Datum nicht nur religiös bedeutsam, sondern auch arbeitsrechtlich relevant. Allerdings handelt es sich nicht um einen bundesweit einheitlichen Feiertag. Ob der Tag arbeitsfrei ist, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Religiöser Ursprung und historische Entwicklung
Die Wurzeln des Festes reichen weit in die frühe Kirchengeschichte zurück. Bereits im 6. Jahrhundert tauchten erstmals schriftliche Hinweise auf die Verehrung der Drei Könige auf. In der christlichen Tradition stehen ihre Namen Caspar, Melchior und Balthasar symbolisch für die damals bekannten Teile der Welt. Damit wurde das Fest früh als Zeichen für die weltweite Bedeutung des Christentums verstanden. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Epiphanie zu einem festen Bestandteil des Kirchenjahres.

Die biblische Erzählung aus dem Matthäusevangelium beschreibt die Reise der Weisen, die einem besonderen Stern folgten. Dieser Stern führte sie zur Krippe, in der Jesus geboren wurde. Die mitgebrachten Geschenke – Gold, Weihrauch und Myrrhe – wurden später als Zeichen königlicher Würde, göttlicher Verehrung und menschlichen Leidens interpretiert. Erst durch diese Gaben entwickelte sich das Bild der Drei als Könige. Bis heute prägt diese Symbolik die Darstellung des Festes.
Wo sich die Reliquien der Drei Könige befinden
Ein zentraler Ort der Verehrung ist der Kölner Dom, in dem sich der berühmte Dreikönigsschrein befindet. Dort werden seit dem Mittelalter die Gebeine der Drei Könige aufbewahrt. Der Weg dieser Reliquien nach Deutschland ist eng mit politischen Ereignissen des 12. Jahrhunderts verbunden. Ihre Ankunft machte Köln zu einem bedeutenden Pilgerziel Europas. Noch heute erinnern drei Kronen im Stadtwappen an diese Tradition.
Traditionen und Bräuche rund um den 6. Januar
Eine der bekanntesten Traditionen ist das Sternsingen, bei dem Kinder als Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen. Sie überbringen Segenswünsche für das neue Jahr und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke. Dieser Brauch ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und hat sich stetig weiterentwickelt. Neben dem religiösen Aspekt steht dabei besonders der soziale Gedanke im Mittelpunkt. In vielen Regionen gehört das Sternsingen fest zum Jahresbeginn.
Gesetzlicher Feiertag: Wer hat an Heilige Drei Könige frei?
Heilige Drei Könige ist kein bundesweiter Feiertag, sondern nur in bestimmten Bundesländern arbeitsfrei. Dazu zählen Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Regionen erhalten an diesem Tag grundsätzlich eine Entgeltfortzahlung, sofern der Feiertag tatsächlich zu einem Arbeitsausfall führt. In anderen Bundesländern bleibt der 6. Januar ein regulärer Arbeitstag. Besonders bei wechselnden Arbeitsorten ist entscheidend, wo die Tätigkeit an diesem Datum ausgeübt wird.
Auch außerhalb kirchlicher Kreise hat Epiphanie einen festen Platz im gesellschaftlichen Kalender. Für viele markiert der 6. Januar das endgültige Ende der Weihnachtszeit. Weihnachtsbäume und Dekorationen werden traditionell an diesem Tag abgebaut. Gleichzeitig beginnt für zahlreiche Menschen wieder der normale Arbeitsalltag nach den Feiertagen. Damit verbindet Heilige Drei Könige religiöse Tradition, kulturelle Praxis und moderne Lebensrealität auf besondere Weise.
