In dieser Woche hat Gearbox Software ein neues Update für den Loot-Shooter Borderlands 4 veröffentlicht. Das Studio reagiert damit auf anhaltende Kritik aus der Community, die sich vor allem auf zu niedrige Dropraten und unausgewogene Fähigkeiten einzelner Kammerjäger bezog. Nach offiziellen Angaben wurden mehrere zentrale Stellschrauben angepasst. Ziel sei es, den Spielfluss zu verbessern und Bosskämpfe langfristig lohnender zu gestalten, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit play3.de.
Besonders nach dem Ende des Events „Seasons Lootings“ hatte sich der Unmut vieler Spieler verstärkt. Während des zeitlich begrenzten Events waren die Chancen auf legendäre Gegenstände deutlich erhöht. Mit der Rückkehr zu den ursprünglichen Werten empfanden viele Fans das Balancing als zu restriktiv.

Kritik an Dropraten stand im Mittelpunkt
Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Jagd nach legendärer Beute. Viele Spieler bemängelten, dass selbst nach intensiven Bosskämpfen hochwertige Items nur selten fallen. Dies führte dazu, dass der Fortschritt im Endgame als zäh und wenig motivierend wahrgenommen wurde. Gerade in einem Loot-Shooter ist das Belohnungsgefühl entscheidend für die Langzeitmotivation.
Ein erfahrener Spieler kommentiert:
„Nach Stunden im Endgame fühlte es sich an, als würde der Aufwand nicht mehr im Verhältnis zur Belohnung stehen.“
Gearbox erhöht legendäre Drops dauerhaft
Laut Gearbox wurde das umfangreiche Community-Feedback intern ausgewertet. Dabei sei klar geworden, wie positiv die zeitweise erhöhten Dropraten während des Events aufgenommen wurden. Als Konsequenz wurde die Chance auf legendäre Beute nach Bosskämpfen nun dauerhaft leicht angehoben. Diese Anpassung soll nicht zu einer Item-Flut führen, aber den Frust deutlich reduzieren.
Ein Entwickler erklärt dazu:
„Wir wollten einen Mittelweg finden, der das Belohnungsgefühl verbessert, ohne die Progression zu entwerten.“
Fokus auf Balance: Kammerjäger im Detail
Neben der Beuteverteilung nahm sich das Update auch zwei spielbare Kammerjäger genauer vor. Harlowe und Amon erhielten gezielte Buffs, um ihre Effektivität im Kampf zu steigern. Laut Gearbox sollen diese Änderungen insbesondere im Koop- und Endgame-Bereich spürbar sein. Die Charaktere sollen sich dynamischer und konkurrenzfähiger anfühlen.

Spieler hatten zuvor berichtet, dass bestimmte Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Klassen zu schwach ausfielen. Das neue Update greift diese Kritik nun konkret auf.
Änderungen an Harlowe im Überblick
Harlowe profitiert von mehreren Anpassungen, die sowohl ihre Aktionsfähigkeit als auch den Schaden betreffen. Die Dauer ihrer Fähigkeit wurde leicht erhöht, wodurch sie länger Druck auf Gegner ausüben kann. Zusätzlich wurden Effekte rund um Kryoschaden und Abklingzeiten optimiert.
Ein Community-Mitglied schreibt:
„Harlowe fühlt sich nach dem Patch deutlich runder an, vor allem in längeren Bosskämpfen.“
Amon erhält spürbare Schadens-Verbesserungen
Auch Amon wurde umfassend überarbeitet. Besonders der Schaden seiner Schmiedeaxt und seines Schmiedehammers wurde deutlich erhöht. Zusätzlich profitiert er nun von besserer Nachladegeschwindigkeit und defensiven Boni. Damit wird Amon widerstandsfähiger und zugleich offensiver spielbar.
Viele Spieler sehen darin einen wichtigen Schritt, um ihn im Vergleich zu anderen Kammerjägern konkurrenzfähig zu halten.
Das Update in strukturierter Übersicht
Zur besseren Einordnung der Änderungen bietet die folgende Tabelle einen Überblick über die wichtigsten Anpassungen:
| Bereich | Änderung |
|---|---|
| Dropraten | Legendäre Beute dauerhaft erhöht |
| Bosskämpfe | Belohnungen lohnender gestaltet |
| Harlowe | Buffs für Aktionsfähigkeit und Kryoschaden |
| Amon | Deutlich erhöhter Waffen- und Bonusschaden |
| Beutepool | Neue Waffe bei Foundry Freaks |
Weitere Gameplay-Anpassungen im Patch
Neben den Klassenanpassungen wurde auch der Beutepool erweitert. Die Phosphen-Variante des legendären Sturmgewehrs „Blutiger Holzfäller“ ist nun bei bestimmten Gegnern verfügbar. Diese Ergänzung soll die Vielfalt der möglichen Builds erhöhen. Gerade für erfahrene Spieler eröffnet dies neue taktische Optionen.
Zusätzlich wurden kleinere technische Probleme behoben, die sich zuvor auf Abklingzeiten einzelner Fähigkeiten auswirken konnten.
Stimmen aus der Community fallen überwiegend positiv aus
Die ersten Reaktionen aus der Spielerschaft sind überwiegend positiv. Viele loben, dass Gearbox auf konstruktive Kritik reagiert hat. Zwar wünschen sich einige weiterhin stärkere Anpassungen, doch der aktuelle Patch wird als Schritt in die richtige Richtung gesehen. Besonders das verbesserte Belohnungssystem wird häufig hervorgehoben.
Ein langjähriger Fan fasst es so zusammen:
„Es ist kein radikaler Umbau, aber genau das Update, das Borderlands 4 jetzt gebraucht hat.“
Plattformen und Ausblick
Borderlands 4 ist weiterhin für PC, PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S erhältlich. Die geplante Version für die Switch 2 wurde bereits im vergangenen Sommer auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob weitere Balance-Updates folgen, ließ Gearbox offen, betonte jedoch, dass man das Feedback der Community weiterhin genau beobachte.
Mit dem aktuellen Update zeigt das Studio, dass Anpassungen auch nach Events möglich sind. Für viele Spieler bedeutet dies neue Motivation, sich erneut in die Welt von Borderlands 4 zu stürzen und die Jagd nach legendärer Beute fortzusetzen.
