Für Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit ist es eine der schwierigsten Phasen seit Jahren. Während sich der öffentliche Druck wegen familiärer Probleme ohnehin zuspitzt, sorgen nun neu veröffentlichte Epstein-Akten für zusätzliche Unruhe. In den Unterlagen taucht ihr Name laut Medienberichten mehrere hundert Mal auf, was in Norwegen eine breite Debatte ausgelöst hat, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit bild.de.
Gleichzeitig kämpft die 52-Jährige mit gesundheitlichen Problemen, ihre bekannte Lungenerkrankung hat sich zuletzt verschlechtert. Beobachter sprechen von einer Ausnahmesituation, in der sich private, gesundheitliche und öffentliche Belastungen gefährlich überlagern.
Die Kombination aus persönlicher Krise, medialer Aufmerksamkeit und neuen Enthüllungen gilt selbst für erfahrene Mitglieder europäischer Königshäuser als extrem belastend.
Neue Epstein-Dokumente rücken Mette-Marit ins Zentrum
Die norwegische Zeitung VG hat die freigegebenen Dokumente gesichtet und dabei zahlreiche E-Mails und Textnachrichten entdeckt, in denen der Name Mette-Marit erscheint. Demnach bestand über mehrere Jahre hinweg ein loser, aber wiederkehrender Kontakt zu Jeffrey Epstein.

Besonders brisant ist die Bestätigung eines mehrtägigen Aufenthalts der Kronprinzessin im Jahr 2013 in einem Anwesen Epsteins in Palm Beach. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits seit mehr als einem Jahrzehnt mit Kronprinz Haakon verheiratet. Der norwegische Hof bestätigte später, dass es sich um einen privaten Besuch mit einer Freundin gehandelt habe.
Ein Kommunikationsexperte erklärt dazu:
„Schon die Nennung in solchen Akten reicht aus, um massiven Reputationsschaden zu verursachen – unabhängig davon, ob Fehlverhalten vorliegt.“
Kontakte, Termine und private Nachrichten
Aus den Akten geht hervor, dass Jeffrey Epstein der Kronprinzessin unter anderem bei organisatorischen Fragen half. Erwähnt wird ein Zahnarzttermin in den USA, der über Epsteins Umfeld vermittelt worden sein soll. Zudem existieren Chat-Protokolle, in denen über Bücher, Reisen und mögliche Treffen gesprochen wurde.
Die Kommunikation zog sich demnach von 2011 bis 2014. Dokumentiert sind Planungen für ein Treffen in Paris, Ankündigungen eines Besuchs in Oslo sowie persönliche Weihnachtsgrüße. Später brach Mette-Marit den Kontakt ab, da sie den Eindruck hatte, Epstein könne sich mehr von der Beziehung erhoffen.
Eine frühere Hofmitarbeiterin wird mit den Worten zitiert:
„Spätestens ab einem bestimmten Punkt war klar, dass Distanz notwendig ist.“
Öffentliche Entschuldigung und klare Worte
In einem Interview mit VG fand die Kronprinzessin ungewöhnlich deutliche Worte. Sie übernahm Verantwortung dafür, Epsteins Hintergrund nicht ausreichend geprüft zu haben und zu spät Konsequenzen gezogen zu haben.
„Ich entschuldige mich aufrichtig. Es zeigt, dass ich ein schlechtes Urteilsvermögen hatte, und ich bedauere den Kontakt sehr. Es ist einfach peinlich.“
Die Aussage wurde landesweit diskutiert. Viele Kommentatoren betonten, dass eine so offene Entschuldigung im Umfeld eines Königshauses selten sei. Andere wiederum kritisierten, dass der Kontakt überhaupt zustande kam.

Einordnung: Was die Akten bedeuten – und was nicht
In Norwegen wird zugleich darauf hingewiesen, dass das Auftauchen in den Epstein-Dokumenten kein Beweis für strafbares Verhalten ist. Die Unterlagen bilden Netzwerke und Kontakte ab, ohne automatisch Schuld oder Beteiligung zu belegen.
Ein Rechtsexperte ordnet ein:
„Die bloße Erwähnung in den Unterlagen ist kein Beweis für Fehlverhalten. Entscheidend ist der Kontext und das tatsächliche Handeln.“
Dennoch gilt der Imageschaden als real, insbesondere für eine Person wie Mette-Marit, deren öffentliche Rolle stark auf Vertrauen und moralische Integrität ausgerichtet ist.
Zentrale Fakten im Überblick
Vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte lassen sich die bekannten Punkte wie folgt zusammenfassen:
- Mette-Marit hatte zwischen 2011 und 2014 Kontakt zu Jeffrey Epstein
- 2013 hielt sie sich vier Tage in einem seiner Häuser in den USA auf
- Der norwegische Hof bestätigte den Aufenthalt offiziell
- Der Kontakt wurde später bewusst beendet
- Eine öffentliche Entschuldigung folgte
Chronologie der bekannten Ereignisse
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2011 | Beginn dokumentierter Kommunikation |
| 2012 | Planung möglicher Treffen in Europa |
| 2013 | Aufenthalt in Epsteins Haus in Palm Beach |
| 2014 | Abbruch des Kontakts |
| 2026 | Veröffentlichung neuer Epstein-Akten |
Öffentliche Debatte und Folgen für das Königshaus
Die neuen Enthüllungen treffen das norwegische Königshaus in einer sensiblen Phase. Neben den Epstein-Akten steht auch ein anstehender Gerichtsprozess gegen den Sohn der Kronprinzessin im Fokus der Öffentlichkeit. Medien berichten, dass sich Mette-Marit vorübergehend zurückziehen möchte.
In Norwegen wächst zugleich die Erwartung, dass das Königshaus transparent kommuniziert und aktiv um Vertrauen bemüht ist.
Fest steht, dass die neuen Dokumente zwar keine strafrechtlichen Vorwürfe begründen, das öffentliche Bild der Kronprinzessin jedoch nachhaltig beeinflussen. Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür sein, wie Mette-Marit, der Hof und die norwegische Gesellschaft mit dieser Belastung umgehen.
