Die deutschen Langläuferinnen haben bei den Winterspielen 2026 in Italien endlich ihr erstes Edelmetall geholt. Im Team-Sprint in Tesero kämpften sich Laura Gimmler und Coletta Rydzek mit einem spektakulären Finish auf Rang drei, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit welt.de.
Es war ein Rennen voller Spannung, taktischer Finessen und Emotionen – entschieden auf den letzten Metern. Besonders Rydzeks explosiver Antritt auf der Zielgeraden machte den Unterschied. Für das deutsche Team ist diese Bronzemedaille im Langlauf mehr als nur ein Podestplatz.
Dramatischer Schlussspurt im Team-Sprint
Lange sah es so aus, als würde das deutsche Duo knapp am Podium vorbeilaufen. Die Konkurrenz aus Schweden, der Schweiz und Norwegen setzte das Tempo, während sich das Feld immer wieder zusammenschob. Doch auf der letzten Runde blieb Rydzek in Schlagdistanz – ein taktisch kluger Zug.

Als es auf die Zielgerade ging, zündete sie den Turbo. Mit einem kraftvollen Antritt zog sie an der Norwegerin vorbei und sicherte Deutschland die erste Medaille im Langlauf bei diesen Winterspielen.
„Ich habe kurz nicht daran geglaubt. Es war alles andere als perfekt. Aber es muss nicht perfekt sein – es muss passen“, sagte Coletta Rydzek im ZDF.
Auch Laura Gimmler fand bewegende Worte:
„Ich habe zu Coletta gesagt: Diese Medaille ist wie ein Ehering. Sie verbindet uns für immer.“
Emotionen im Zielbereich
Im Ziel wartete ein sichtlich bewegter Johannes Rydzek. Der Bruder von Coletta konnte seine Gefühle nicht zurückhalten.
„Als sie wieder an der Gruppe dran war, wusste ich: Das reicht. Ich kenne ihre Stärke auf der Zielgeraden. Das war unglaublich emotional.“
Drei Runden. Drei Wechsel. Drei Chancen.
Ein Fehler hätte alles kosten können.
Doch am Ende passte alles zusammen.
Sportpsychologen betonen, dass gerade im Team-Sprint Langlauf mentale Stärke entscheidend ist. Eine Expertin für Leistungsdiagnostik erklärte im TV-Interview, dass der Wechselrhythmus enormen Druck erzeugt und jede Athletin Verantwortung für das Gesamtergebnis trägt.
Gold für Schweden – starke Konkurrenz in Tesero
Den Sieg holten sich die favorisierten Schwedinnen, während die Schweiz Silber gewann. Deutschland reihte sich dahinter ein – mit minimalem Rückstand, aber maximaler Wirkung.
Überblick über das Podium:
| Platz | Nation | Athletinnen |
|---|---|---|
| 1 | Schweden | Jonna Sundling / Maja Dahlqvist |
| 2 | Schweiz | Nadja Kälin / Nadine Fähndrich |
| 3 | Deutschland | Laura Gimmler / Coletta Rydzek |
Diese Konstellation unterstreicht die hohe Leistungsdichte im internationalen Frauen-Langlauf 2026.
Was macht den Team-Sprint so besonders?
Der Team-Sprint im Langlauf ist eine der taktisch anspruchsvollsten Disziplinen im Wintersport. Zwei Athletinnen wechseln sich mehrfach ab und müssen ihre Kräfte exakt einteilen.

Wichtige Merkmale des Formats:
- Zwei Starterinnen pro Nation
- Jede Läuferin absolviert drei Runden
- Eine Runde ist 1,5 Kilometer lang
- Schnelle Wechsel sind entscheidend
- Schlussläuferin trägt maximale Verantwortung
Gerade in diesem Format entstehen häufig dramatische Finishes – wie nun in Tesero. Experten sehen im Schlussspurt von Rydzek ein Paradebeispiel für perfekte Renneinteilung.
Historischer Kontext für Deutschland
Vor vier Jahren in China hatte Deutschland im Team-Sprint sensationell Gold gewonnen. Damals sorgten andere Namen für Schlagzeilen, doch der Anspruch blieb. Nun ist mit dieser Bronze bei den Winterspielen 2026 ein neues Kapitel geschrieben worden.
Die aktuelle Medaille gilt als Signal an die Konkurrenz: Deutschland ist zurück im Kampf um internationale Podestplätze. Nach schwierigen Monaten und personellen Veränderungen war dieser Erfolg nicht selbstverständlich.
Ein ehemaliger Bundestrainer kommentierte:
„Diese Bronze kann eine Initialzündung sein. Gerade im olympischen Zyklus sind solche Erfolge Gold wert.“
Bedeutung für das deutsche Team
Diese Medaille ist nicht nur sportlich relevant, sondern auch emotional. Sie gibt Selbstvertrauen für kommende Rennen und stärkt den Teamgeist. Gimmler und Rydzek bewiesen, dass Zusammenhalt im Team-Sprint entscheidend sein kann.
Die Kombination aus Erfahrung und jugendlicher Dynamik funktionierte. Während Gimmler als 32-Jährige Ruhe ins Rennen brachte, zeigte die jüngere Rydzek ihre Endschnelligkeit.
Am Ende steht fest: Diese Bronzemedaille im Langlauf-Team-Sprint ist mehr als nur Rang drei. Sie symbolisiert Kampfgeist, Vertrauen und Timing. Deutschland hat bei den Winterspielen in Italien sein erstes Ausrufezeichen gesetzt – und das mit einem Finish, das lange in Erinnerung bleiben wird.
