Deutschland steht vor einem erneuten Kälteeinbruch. Meteorologen rechnen insbesondere im Norden und Osten mit extrem niedrigen Temperaturen. Am Freitag könnte es laut aktuellen Prognosen regional bis zu minus 15 Grad kalt werden. Damit dürfte der Freitag der kälteste Tag der Woche werden. Vor allem frischer Neuschnee spielt dabei eine entscheidende Rolle, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit focus.de.
Freitag wird zum kältesten Tag der Woche
Nach Einschätzung von Meteorologe Jan Schenk wird der Frost am Freitag seinen Höhepunkt erreichen. Besonders im Norden seien Temperaturen um die minus 10 Grad nahezu sicher. Auch im Nordosten droht erneut strenger Frost.

„Im Norden sind die minus 10 Grad eigentlich fast schon gesetzt“, erklärte Schenk in einem Interview.
Wie stark die Temperaturen tatsächlich fallen, hängt maßgeblich von der Schneelage ab. Sollte sich auch im Süden eine geschlossene Schneedecke bilden, könnten Städte wie München ebenfalls zweistellige Minuswerte erleben.
Klare Nächte verschärfen die Lage zusätzlich. Ohne Wolkendecke kann sich die Kälte ungehindert ausbreiten. Besonders über frischem Schnee sinkt die Temperatur rasch.
Warum Neuschnee die Temperaturen weiter senkt
Der Grund für die extreme Kälte liegt in der physikalischen Eigenschaft von Schnee. Schneekristalle besitzen eine sehr große Oberfläche, wodurch sie Wärme besonders effizient abstrahlen.
„Schneekristalle haben eine unglaublich hohe Oberfläche. An dieser Oberfläche wird ständig Infrarotstrahlung abgegeben, wodurch es extrem kalt werden kann“, erläutert Schenk.
Besonders kritisch wird es, wenn es nach den Schneefällen aufklart. Dann kann die Temperatur über Nacht rapide sinken. In Nord- und Ostdeutschland sind laut Prognose am Freitagmorgen Werte von bis zu minus 15 Grad möglich.
Betroffene Regionen und erwartete Temperaturen
Die aktuelle Wetterlage wird durch ein Tiefdruckgebiet bestimmt, das kalte Luft aus dem Norden nach Deutschland führt. Vor allem folgende Regionen sind betroffen:
- Norddeutschland
- Ostdeutschland
- Teile von Bayern bei geschlossener Schneedecke
- Regionen mit klarem Himmel nach Schneefall
| Region | Erwartete Tiefstwerte Freitag |
|---|---|
| Norddeutschland | bis minus 15 Grad |
| Ostdeutschland | minus 10 bis minus 15 Grad |
| Süddeutschland | minus 8 bis minus 11 Grad |
Ein Wetterexperte betont:
„Über frischem Neuschnee kann die Temperatur in klaren Nächten regelrecht abstürzen.“
Wintereinbruch bleibt wohl nur von kurzer Dauer
Trotz der angekündigten Frosttemperaturen dürfte der Wintereinbruch nicht lange anhalten. Nach dem kalten Freitag wird ein deutlicher Temperaturanstieg erwartet. Meteorologen rechnen bereits am Wochenende mit milderen Werten.
Der Freitag bringt noch einmal echten Winter. Danach deutet vieles auf eine Entspannung hin. Doch bis dahin heißt es: warme Kleidung, Vorsicht auf glatten Straßen und Geduld im morgendlichen Berufsverkehr.

Die kommenden Stunden entscheiden darüber, wie stark die Schneedecke ausfällt – und damit auch, wie tief die Temperaturen tatsächlich sinken. Klar ist: Der Kälteeinbruch in Deutschland sorgt erneut für eisige Verhältnisse, vor allem im Norden und Osten des Landes.
