Der erneute Wintereinbruch hat große Teile von Hessen fest im Griff. Schneeglätte, dichter Schneefall und eisige Temperaturen führten seit den frühen Morgenstunden zu zahlreichen Unfällen, langen Staus und erheblichen Verkehrsbehinderungen, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit hessenschau.de.
Besonders betroffen sind Süd- und Mittelhessen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Auch der öffentliche Nahverkehr und der Luftverkehr mussten Einschränkungen hinnehmen. Mehrere Schulen sagten den Präsenzunterricht vorsorglich ab.
Polizei warnt vor gefährlichen Straßenverhältnissen
Die Polizei meldete am Morgen mehrere Unfälle auf glatten Straßen, vor allem im Kreis Offenbach. Nach ersten Angaben blieb es überwiegend bei Sachschäden. Dennoch appellierten die Beamten eindringlich an die Bevölkerung, unnötige Fahrten zu vermeiden.

„Bitte passen Sie Ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen an und halten Sie ausreichend Abstand“, hieß es aus Polizeikreisen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bis mindestens zum späten Vormittag vor rutschigen Fahrbahnen in mehreren Landkreisen. Besonders kritisch sei die Lage auf Nebenstrecken sowie auf ungeräumten Land- und Kreisstraßen.
Drei Dinge stehen jetzt im Vordergrund. Vorsicht. Geduld. Verantwortung.
Kilometerlange Staus auf Autobahnen
Auch auf den Autobahnen kam es zu massiven Problemen. Auf der A3, A5 und A661 durften Lastwagen zeitweise nur die rechte Spur nutzen. Dennoch hielten sich offenbar nicht alle Fahrer daran. Mehrere querstehende Lkw blockierten Fahrbahnen, wodurch sich kilometerlange Rückstaus bildeten.
Auf der A5 bei Friedberg standen zeitweise alle Spuren still. Ein Unfall auf der A66 bei Eschborn führte zu einem Stau von rund neun Kilometern. Auch bei Obertshausen rutschte ein Fahrzeug in den Graben, während ein Lkw die Auffahrt blockierte.
Ein Verkehrsexperte erklärte dazu:
„Bei solchen Wetterlagen entscheidet oft Sekundenbruchteile über Unfall oder sichere Fahrt.“
Einschränkungen im Nahverkehr und bei Schulen
Neben dem Straßenverkehr war auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. In Regionen wie Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus, Vogelsberg und Wetterau fuhren Busse nur eingeschränkt oder gar nicht. Die Kombination aus winterlichen Bedingungen und bestehenden Streikmaßnahmen verschärfte die Situation zusätzlich.
Mehrere Schulen in Mittelhessen setzten den Präsenzunterricht aus. Eltern wurden gebeten, aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Einrichtungen abzurufen.
Die wichtigsten Auswirkungen im Überblick:
- Einschränkungen im Busverkehr in mehreren Landkreisen
- Glättebedingte Verspätungen im Bahnverkehr
- Unterrichtsausfälle in einzelnen Schulen
- Erhöhtes Unfallrisiko auf Land- und Kreisstraßen
Dutzende Flugausfälle am Frankfurter Flughafen
Auch der Frankfurter Flughafen blieb vom Winterchaos nicht verschont. Von knapp 1.100 geplanten Flügen wurden nach aktuellem Stand 83 gestrichen. Ein Großteil der Annullierungen stehe im Zusammenhang mit den Witterungsbedingungen.

Der Winterdienst sei seit der Nacht im Einsatz, teilte ein Sprecher mit. Der Flugbetrieb laufe mit Einschränkungen weiter.
„Die Lage ist unter Kontrolle, dennoch kann es im Tagesverlauf zu weiteren Verzögerungen kommen.“
| Bereich | Auswirkungen |
|---|---|
| Autobahnen | Staus bis zu 9 km |
| Land- und Kreisstraßen | Mehrere Unfälle |
| Öffentlicher Nahverkehr | Eingeschränkter Betrieb |
| Flughafen Frankfurt | 83 Flüge annulliert |
| Schulen | Teilweise kein Präsenzunterricht |
Wetterprognose: Tauwetter in Sicht
Meteorologen gehen davon aus, dass die Niederschläge im Laufe des Tages nachlassen. Dennoch bleibt die Gefahr von Glatteis auch am Abend bestehen. In der Nacht zum Freitag könnte es im Süden nochmals zu Schneefall oder Schneeregen kommen.
Am Wochenende ist jedoch ein deutlicher Temperaturanstieg zu erwarten. Die Höchstwerte sollen auf bis zu 10 oder 11 Grad klettern. Damit dürfte der gefallene Schnee rasch tauen.
Der Winter zeigt noch einmal seine Kraft. Doch das Tauwetter kündigt bereits eine neue Wetterphase an. Die kommenden Tage bringen Entspannung – zumindest vorübergehend.
Ein Meteorologe betonte:
„Auch wenn es milder wird, sind späte Wintereinbrüche selbst im April nicht ausgeschlossen.“
Der aktuelle Wintereinbruch verdeutlicht erneut, wie schnell sich die Lage auf Hessens Straßen zuspitzen kann. Winterwetter, Schneefall und Glatteis fordern Verkehrsteilnehmer, Behörden und Infrastruktur gleichermaßen heraus. Während das Wochenende mildere Temperaturen verspricht, bleibt die Situation vorerst angespannt.
