Drei Jahre lang schwankten Familie und Freunde zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Nun steht fest: Die in der tasmanischen Wildnis vermisste Belgierin Céline Cremer ist tot. Die Polizei von Tasmanien bestätigte, dass gefundene menschliche Überreste zweifelsfrei der 31-jährigen Backpackerin aus Lüttich zugeordnet werden konnten, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit bild.de.
Die Identifizierung erfolgte durch umfassende DNA-Tests sowie zahnmedizinische Gutachten. Damit endet ein Fall, der in Belgien und Australien für große Anteilnahme gesorgt hatte.

Wer war Céline Cremer?
Céline Cremer stammte aus Lüttich in Belgien und war als allein reisende Rucksacktouristin unterwegs. Freunde beschrieben sie als naturverbunden, neugierig und abenteuerlustig.
Sie liebte das Reisen. Sie suchte Freiheit. Und sie vertraute auf ihre Erfahrung.
In sozialen Netzwerken schrieb ihre Schwester nach der Bestätigung der Identität:
„Diese Gewissheit bringt unermesslichen Schmerz, aber auch Erleichterung. Nun kann Céline in Frieden ruhen.“
Die Familie dankte zugleich allen Helfern für die jahrelange Unterstützung bei der Suche nach der vermissten Touristin in Tasmanien.
Verschwinden bei den Philosopher Falls
Im Juni 2023 brach Céline zu einer Wanderung zu den beliebten Philosopher Falls im Nordwesten Tasmaniens auf. Die Region gilt als spektakulär, aber schwer zugänglich.
Ihr Mietwagen wurde auf einem Wanderparkplatz entdeckt – doch von ihr fehlte jede Spur.
Die ersten Suchmaßnahmen umfassten:
- Einsatz von Spürhunden
- Luftunterstützung durch Hubschrauber
- Durchkämmung dichter Vegetation
- Koordination mit lokalen Freiwilligen
Ein Sprecher der Polizei erklärte damals:
„Das Gelände ist extrem anspruchsvoll. Selbst erfahrene Wanderer können hier schnell die Orientierung verlieren.“
Experten wiesen zudem darauf hin, dass Céline offenbar nur mit leichter Ausrüstung unterwegs gewesen sei – ein möglicher Risikofaktor in der unberechenbaren Wildnis Tasmaniens.
Neue Spur nach Jahren der Ungewissheit
Erst Ende 2025 brachte eine private Suchaktion neue Hinweise. Freiwillige entdeckten ihr Mobiltelefon, eine Wasserflasche sowie einen improvisierten Poncho aus einem Müllsack.
Kurz darauf fanden Helfer am Arthur River unterhalb des Wasserfalls Knochen, Zähne und einen Autoschlüssel. Die Funde wurden forensisch untersucht.
Übersicht der entscheidenden Funde:
| Datum | Fundstück | Bedeutung |
|---|---|---|
| Juni 2023 | Mietwagen | Letzter bekannter Aufenthaltsort |
| Dezember 2025 | Mobiltelefon | Bestätigung der Suchzone |
| Dezember 2025 | Knochen und Zähne | Grundlage für DNA-Identifizierung |
| 2026 | DNA-Analyse | Offizielle Bestätigung der Identität |
Ein forensischer Experte kommentierte:
„Die Kombination aus DNA-Abgleich und zahnmedizinischer Analyse liefert eine sehr hohe Sicherheit bei der Identifizierung.“
Damit wurde traurige Gewissheit geschaffen.
Gefahren der tasmanischen Wildnis
Tasmanien liegt südlich des australischen Festlands und ist bekannt für seine atemberaubenden Landschaften. Gleichzeitig gelten viele Regionen als schwer zugänglich und gefährlich.

Die größten Risiken für Wanderer in dieser Region sind:
- Dichte, undurchdringliche Vegetation
- Rutschige Felsen in Wasserfallnähe
- Schnell wechselndes Wetter
- Eingeschränkter Handyempfang
- Große Entfernungen zu Rettungsdiensten
Ein australischer Bergführer erklärte:
„Tasmaniens Wälder sind wunderschön, aber sie verzeihen keine Fehler. Vorbereitung ist hier überlebenswichtig.“
Die Kombination aus abgelegener Lage und schwierigen Bedingungen macht Rettungseinsätze oft langwierig und komplex.
Reaktionen und internationale Anteilnahme
Der Fall von Céline Cremer sorgte über Jahre hinweg für mediale Aufmerksamkeit. Besonders in Belgien verfolgten viele Menschen die Entwicklungen.
Ein Nutzer schrieb in sozialen Netzwerken:
„Wir haben gehofft, bis zuletzt. Diese Nachricht trifft uns alle.“
Die Polizei dankte ausdrücklich den zahlreichen Rettungskräften, Partnerorganisationen und Freiwilligen, die sich über einen langen Zeitraum an der Suche beteiligt hatten.
Die Identifizierung bringt Klarheit in einen Fall, der lange von Unsicherheit geprägt war. Für die Familie bedeutet sie das Ende quälender Ungewissheit. Für viele Reisende ist sie eine Mahnung, die Risiken abgelegener Naturgebiete nicht zu unterschätzen. Die Geschichte von Céline Cremer zeigt, wie schnell ein Abenteuer in tragische Realität umschlagen kann – und wie wichtig Vorbereitung, Ausrüstung und Respekt vor der Natur sind.
