Die Evakuierung deutscher Touristen aus der Golfregion hat begonnen. Der Reisekonzern TUI bestätigte, dass die Rückholung der im Nahen Osten festsitzenden Gäste mehrere Tage dauern werde. Geplant ist, Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland auszufliegen. Erste Maschinen sollen nach München starten, die eu-baustoffhandel.de berichtet mit t-online.de.
Nach Angaben des Unternehmens stehen zusätzlich eigene Flugzeuge von TUI Fly bereit. Allerdings verfügen derzeit nur große Golf-Fluglinien über die notwendigen Genehmigungen für Ein- und Ausflüge aus der Region.
TUI-Erklärung: Rückholaktion läuft an
Ein Sprecher von TUI erklärte, man rechne damit, die ersten Flüge zeitnah durchführen zu können. Die Organisation sei komplex, da die Sicherheitslage weiterhin angespannt sei. Zudem sei die Zahl der europäischen Reisenden vor Ort sehr hoch.
„Wir gehen davon aus, dass die ersten Flüge mit unseren Partnern heute starten können“, so ein Unternehmensvertreter.
Besonders betroffen sind Kreuzfahrtpassagiere der „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“, die in Abu Dhabi und Doha liegen.
Tausende Deutsche warten auf Heimreise
Nach aktuellen Schätzungen befinden sich rund 30.000 deutsche Staatsbürger in der Region, darunter etwa 5.000 Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus warten hunderttausende weitere Europäer auf eine Rückreise.

Die Lage stellt die Veranstalter vor enorme logistische Herausforderungen.
Die Flughäfen nehmen ihren Betrieb schrittweise wieder auf. Dennoch bleibt die Situation unübersichtlich. Jede Flugfreigabe ist abhängig von der Sicherheitslage.
Ein Luftfahrtanalyst kommentierte:
„Solche Rückholaktionen erfordern präzise Koordination zwischen Airlines, Behörden und Reiseveranstaltern.“
Welche Airlines übernehmen die Flüge?
Derzeit dürfen vor allem Emirates, Qatar Airways und Etihad operieren. Europäische Fluggesellschaften haben bislang nur eingeschränkte Möglichkeiten.
| Airline | Status der Flüge | Zielorte in Deutschland |
|---|---|---|
| Emirates | Erste Flüge gestartet | Frankfurt |
| Qatar Airways | Beteiligung an Rückholaktion | München |
| Etihad | Partner-Airline | Weitere deutsche Flughäfen |
| TUI Fly | Bereit für Sonderrechte | Noch keine Genehmigung |
Berichten zufolge starteten bereits Maschinen aus Dubai, darunter ein Flug nach Frankfurt.
Kreuzfahrtschiffe nehmen Umweg
Die beiden Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ sollen ebenfalls aus der Region abgezogen werden. Eine Passage durch den Suezkanal ist aktuell nicht vorgesehen. Stattdessen wird ein Umweg um das Kap der Guten Hoffnung geplant.

Diese Route verlängert die Reise erheblich, gilt jedoch als sicherer.
Ein Branchenkenner erklärte:
„Der Umweg über das Kap ist zwar zeitintensiv, aber in Krisenzeiten eine bewährte Alternative.“
Kommunikation mit Reisenden
TUI gibt an, mit nahezu allen Gästen über die hauseigene App in Kontakt zu stehen. So können Informationen zu Bustransfers, Flugzeiten und Sicherheitsupdates schnell weitergegeben werden.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
- Direkte Benachrichtigungen über neue Flugoptionen
- Organisation von Transfers zu Flughäfen
- Koordination mit lokalen Behörden
- Priorisierung besonders dringender Fälle
Ein betroffener Urlauber sagte:
„Wir erhalten regelmäßig Updates. Das gibt zumindest etwas Sicherheit.“
Politische Unterstützung und Ausblick
Auch das Auswärtige Amt ist involviert. Berichten zufolge wurden Gespräche mit weiteren Airlines geführt, um zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen.
Die Rückholaktion aus der Golfregion bleibt ein dynamischer Prozess. Flugpläne, Sicherheitsfreigaben und politische Entwicklungen beeinflussen täglich die Organisation. Klar ist jedoch, dass TUI gemeinsam mit Gulf-Airlines daran arbeitet, tausende Deutsche möglichst rasch nach Hause zu bringen. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, um die Evakuierung geordnet abzuschließen und den betroffenen Reisenden Planungssicherheit zu geben.
